Donnerstag | 01. Dezember 2011 | 09:30 Uhr | TOP Kino Wien
UNICEF spricht von rund um 1,2 Millionen Kinder die jährlich als Sklaven gehandelt werden. Auch Österreich ist davon betroffen. Vor allem Frauen und junge Mädchen werden Opfer der dubiosen Machenschaften von Menschenhändlern. In Kooperation mit dem jährlichen Menschenrechts-Filmfestival "thishumanworld", startet am 1. Dezember das zweitägige “Na Wa Festival” mit Podiumsdiskussionen und der Erstaufführung der Filme „Are we aware?“ (Emanuel Danesch) und „A Place of Peace“ (Michael Sokolar).
ExpertInnen der Exekutive, der Justiz und Opferbetreuungsstellen aus sechs europäischen Ländern und Nigeria sind beim Na Wa Festival in Wien anwesend. Zur Pressekonferenz sind MitarbeiterInnen von UNODC und IOM, Joana Adesuwa Reiterer (Gründerin des Vereins EXIT), sowie Justizbeamte aus Nigeria und der Filmemacher Emanuel Danesch geladen.
Zentrales Thema sind die Faktoren, die eine wesentliche Rolle bei der Bekämpfung von Menschenhandel spielen.
Akkreditierung: www.nawafestival.org
Presseinformationen: office(at)nawafestival.org
WEITERE INFORMATIONEN
ERSTAUFFÜHRUNGEN beim NA WA FESTIVAL
„Are we aware?“ Emanuel Danesch
Der preisgekrönte österreichische Filmemacher Emanuel Danesch hat betroffene und gefährdete Menschen in Nigeria, sowie mächtige religiöse Priester, die den Menschenhandel begünstigen, interviewt. Der Film beinhaltet auch Interviews mit ExpertInnen in Nigeria, die Abgeschobene Frauen betreuen und Interviews mit den Freiern in Europa. Emanuel Danesch versucht in seinem Film die Komplexität des Themas „Menschenhandel aus Nigeria nach Europa“ darzustellen, und zeigt damit mögliche Ansätze auf, dieses Verbrechen zu bekämpfen. „Are we aware?“ wird in Expertentrainings bei Sicherheitsbehörden, Justiz und NGOs in sechs europäischen Ländern eingesetzt.
„A Place of Peace“ Michael Sokolar
„A Place of Peace“, ein Kurzfilm von Michael Sokolar verarbeitet die wahre Geschichte von „Ayo“, die in Wien sexuell missbraucht wurde. Ohne dem Zuschauer die schreckliche Erfahrung zu ersparen, zeigt der Film, wie Ayo ihren Körper täglich an Klienten verkauft. Ayo bekommt von „Johann“, einem ihrer Kunden, Hilfe angeboten. Johann wird von Christoph Grissemann gespielt.
VERANSTALTER des NA WA FESTIVAL
Na Wa Festival Europa wird vom österreichischen Verein EXIT, dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen-und Verbrechensbekämpfung (UNODC) und der International Organisation für Migration (IOM), im Rahmen der globale Initiative der Vereinten Nationen zur Bekämpfung von Menschenhandel (UN.GIFT) organisiert.
HINTERGRUND des NA WA FESTIVALS
Das Na Wa Festival Europa wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Projektes “Enhancing multi-stakeholder cooperation to fight human trafficking in countries of origin and destination” kofinanziert. Das Projekt fördert die Aufklärung zum Thema, sowie die konstruktive Kooperation zwischen sechs europäischen Ländern und Nigeria. Projektziel ist die Bekämpfung des Menschenhandels. Gefährdete Gruppen, Medien, Filmschaffende, Fachleute und ExpertInnen werden in Form von Filmvorführungen und Diskussionen über den Handel mit afrikanischen MigrantInnen nach Europa aufgeklärt.
Nach dem erfolgreichen Na Wa Festival im Juni 2011 in Nigeria wird das Festival in Wien fortgesetzt, mit Filmpremieren, Filmvorführungen und Podiumsdiskussionen. Bis zum Sommer 2012 findet das Festival in den fünf weiteren teilnehmenden europäischen Ländern Belgien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und der Schweiz mit jeweils einem Aufklärungsevent statt.
Erfahren Sie mehr über den Ablauf der Pressekonferenz:
Pressekontakte:
EXIT Wien: Joana Adesuwa Reiterer, office(at)nawafestival.org
Tel: +43 650 330 85 21
IOM: Barbara Salcher, bsalcher(at)iom.int
Tel: +43 1 585 33 22 32
UNODC: Sandra Kozeschnik, sandra.kozeschnik(at)unodc.org
Tel: +43 1 260 60 4136



