29.02.2012

Bahman Nirumand: Weit entfernt von dem Ort, an dem ich sein müsste

Dienstag | 6. März 2012 | 18:30 - 20:30 Uhr Hauptbücherei Wien - Am Gürtel Veranstaltungssaal | Urban-Loritz-Platz 2a | 1070 Wien


Die schriftliche Dokumentation zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

Den Kurzbericht zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

Die Fotogalerie der Veranstaltung finden Sie hier.

 

Die Videodokumentation der Veranstaltung finden Sie hier.

 

Die Medienbeiträge zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

 

Der Iran im Widerstreit
Bahman Nirumand | Autor und Publizist, Berlin

Moderation
Michael Fanizadeh | VIDC/Wiener Institut

 

Hintergrund

Bahman Nirumand liest aus seiner Autobiographie „Weit entfernt von dem Ort, an dem ich sein müsste. Ein außergewöhnliches Leben zwischen Orient und Okzident“. Politisches und Privates, Anekdotisches und Analytisches werden in diesem Buch zu einem Lebensroman verwoben, der zugleich vom Elan des Aktivisten und dem Heimweh des Exilanten getragen wird. Es ist das Buch eines Wanderers zwischen den Welten, der viel bewegt hat und an herben Niederlagen wachsen musste.


Im Kontext der politischen Entwicklungen im Nahen Osten bezieht Nirumand zudem Stellung zur aktuellen Situation im Iran nach den Parlamentswahlen vom 2. März 2012 und diskutiert die außenpolitische Krise des Iran rund um das europäische Ölembargo, den syrischen Bürgerkrieg und die iranische Atompolitik.

Bahman Nirumand

Autor und Journalist, publiziert u.a. für Die Zeit, den Spiegel, Die TAZ, die Neue Züricher Zeitung und andere internationale Medien.

 

Der junge Bahman Nirumand ist 15, als er 1955 aus dem pulsierenden Teheran auf ein Internat im eher tristen Nachkriegs-Deutschland geschickt wird. Sein erstes eigenes Buch macht ihn mit einem Schlag berühmt: Im Frühjahr 1967 erscheint „Persien, Modell eines Entwicklungslandes“. Diese Anklage gegen die Diktatur in seiner Heimat wird zum Fanal der Anti-Schah-Proteste. Nirumand gehört fortan zur ersten Reihe der deutschen Studentenbewegung; Rudi Dutschke, Daniel Cohn-Bendit, Peter Schneider und Ulrike Meinhof zählen zu seinen engen Freunden.

 

Aber er ist mehr als eine Galionsfigur der 1968er Bewegung, auch sein Leben davor und danach steckt voller aufregender und abenteuerlicher Geschichten – viele davon bislang unbekannt und unerzählt. Dazu gehört die wichtige Rolle, die Nirumand für die Gründung der iranischen Auslandsopposition und im verlorenen Kampf gegen den politischen Triumph Khomeinis spielte. Ende der 1970er Jahre kehrte er in den Iran zurück und beteiligte sich an der demokratischen Opposition gegen den Schah. Dreieinhalb Jahre später musste er das Land erneut verlassen, diesmal bedrohten ihn die Revolutionswächter des Ayatollah Khomeini.


Publikationen (u.a)
•    „Sturm im Golf. Die Irak-Krise und das Pulverfaß Nahost“ (1990)
•    „Die kurdische Tragödie“ (1991)
•    „Iran. Die drohende Katastrophe“ (2006)
•    „Der unerklärte Weltkrieg. Eine Analyse des Nahost-Konflikts“ (2007)
•    „Weit enfernt von dem ort, an dem ich sein müsste“ (2011)

 

Im Anschluss informeller Austausch


In Kooperation mit der Hauptbücherei Wien