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Replik Klaus Renoldner auf Artikel von Karin Kneissl zu erneuerbaren Energieträgern

21.12.2010


Vielen Dank für den interessanten Artikel von Karin Kneissl.

Ich halte diese Auseinandersetzung für sehr wichtig. Dennoch ist festzuhalten, dass es sich im Unterschied zur fossilen und atomaren Energiewirtschaft bei den genannten Substanzen wie Lithium etc. ja nicht um die Energieträger selbst, sondern nur um prinzipiell rezyklierbare Bindeglieder im Prozess der Energiebereitstellung handelt. Sie sind in einigen Fällen auch austauschbar.

Erst vor wenigen Monaten hat Hermann Scheer kurz vor seinem plötzlichen Tod sein politisches Vermächtnis "Der  Energethische Imperativ" als Buch hinterlassen. Er stellt darin im Wesentlichen die prinzipielle Machbarkeit des Energiewechsels dar, aber er analysiert auch die Widerstände.

Es wäre sehr schade, wenn Arbeiten wie der Artikel von Dr. Kneissl von den Geschäftemachern der Ölbranche (ich habe auch Kneissls Gewaltspirale gelesen) und anderen Energiezentralisten als Argument zur Behauptung verwendet würde, die nachhaltigen Energieformen seien letztlich genauso problematisch wie die fossilen und atomaren. Hier ist eben doch ein prinzipieller Unterschied.

Im Übrigen erlaube ich mir, auf meine Arbeit "Das Prinzip der dreifachen Entlastung" als meinen Beitrag zur Energiewende zu verweisen. (Glocalist Nr. 281/2010, S 8-10, www.glocalist.at)

Sollte es eine Diskussion zum Thema geben, so bin ich gern dabei.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Renoldner
www.renoldner.eu