Podiumsdiskussion: Korruptionsbekämpfung in der EZA

© Frank Helmrich

Am  18. September 2008 diskutierten in einer gemeinsamen Veranstaltung der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit und des vidc Dedo Geinitz vom Anti-Korruptionsteam des Entwicklungshilfeausschusses der OECD, Josef Müllner von der OEZA im Außenministerium, Ruth Bachmayer von Transparency International und Julia Kozma vom Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte. Die Veranstaltung „Korruptionsbekämpfung in der Entwicklungszusammenarbeit“ im Haus der Musik machte erneut deutlich, dass Korruption kein isoliertes Phänomen in  den  Partnerländern  der OEZA  ist. Korruption gebe es in jedem  Staat dieser Welt. Sie reicht von so genannter Kleinkorruption etwa im öffentlichen Dienstleistungsbereich, bis hin zu politischer Korruption im großen Stil. Korruption   lasse  sich auch nicht alleine durch kurzfristige Maßnahmen wie Kampagnen oder ähnlichem verhindern  und sei daher schwierig zu bekämpfen. Für Korruptionsbekämpfung brauche es einen Umdenkprozess, eine Veränderung der Kultur des politischen und gesellschaftlichen Handelns und dafür seien langfristig angelegte Maßnahmen erforderlich, gaben sich die ExpertInnen am Podium  überzeugt.

 

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FARE Aktionswoche

Bereits zum neunten Mal koordinierte die Antidiskriminierungskampagne „FairPlay. Viele Farben. Ein Spiel.“ am vidc die europaweite Aktionswoche des europäischen Netzwerkes Fußball gegen Rassismus in Europa (FARE). Vom 16. bis 28. Oktober fanden Aktionen in 40 europäischen Ländern statt, auch in Österreich mit starker Beteiligung von Amateurvereinen und Fanklubs. Gleich zu Beginn schloss sich der ÖFB der FARE Aktionswoche beim Länderspiel gegen Serbien an. An den beiden darauffolgenden Wochenenden fanden Aktionen bei allen Spielen der Ersten Liga sowie der Österreichischen Bundesliga und der Frauen-Bundesliga unter dem Motto "Ich bin gegen Rassismus" statt. Zum Abschluss der Ausstellung "Mala Educación" von Hansel Sato am vidc lud FairPlay zur Euro- und Aktionswochenabschlussparty und präsentierte erstmals die Dokumentation "A Pitch Side Message" über die Aktivitäten bei der Fußballeuropameisterschaft in Österreich und der Schweiz 2008.

 

http://www.farenet.org


Podiumsdiskussion und Festvortrag zur "Frage der Ehre"

© vidc
© vidc

Im Rahmen des Festival „Salam Orient“ widmete sich das vidc am 21. und 22. Oktober 2008 dem Thema „Ehre im Spannungsfeld zwischen Orient und Okzident“.

 

Der Begriff der „Ehre“ erfährt in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Bedeutungen. In den aktuellen Diskursen wird „Ehre“ sehr oft als ein Regelsystem definiert, das männliche Gewalt an Frauen in bestimmten ethnischen und religiösen Gruppen rechtfertigt  Ziel dieser Veranstaltungen war es, die verschiedenen Bedeutungen des Begriffs der „Ehre“ zu erläutern, um damit ein besseres Verständnis für unterschiedliche Lebensrealitäten zu erreichen. Während am ersten Abend Christina von Braun in ihrem Vortrag den Ehrbegriff aus kulturgeschichtlicher Perspektive im christlichen, jüdischen und islamischen Kontext analysierte, wurden am zweiten Abend aktuelle globale Debatten zum Ehrbegriff diskutiert. DiskutantInnen am Podium waren Sabine Strasser (Middle East Technical University Ankara), Saida Stadler (Verein Orient Express) sowie Andreas Stupka (Landesverteidigungsakademie).

 

Festvortrag von Christina von Braun


Euroschools Youthcamp 2008

Der krönende und vor allem international nachhaltige Abschluss des EUROSCHOOLS-Projekts fand vom 14. bis zum 21. September 2008 in drei Teilen in Österreich, der Schweiz und Liechtenstein statt.

 

In ersten Teil des YOUTHCAMPS vom 14.bis 18.9. trafen in Steinach am Brenner 15 Schuldelegationen aus Österreich auf Schuldelegationen aus 21 UEFA-Nationen. Parallel dazu fand in Trogen in der Schweiz der Campteil statt, wo die Schweizer SchülerInnen auf Schuldelegationen aus den restlichen UEFA-Nationen trafen. Den großen Abschluss fand das EUROSCHOOLS YOUTHCAMP 2008 danach in Liechtenstein, wo die beiden Camps aus Österreich und der Schweiz zusammentrafen.

 

Ablauf des EUROSCHOOLS YOUTHCAMPS 2008

 

Begegnung und Austausch standen im Mittelpunkt der parallel stattfindenden Camps in Österreich und der Schweiz. Bei diesem einzigartigen Ereignis haben sich die Jugendlichen aktiv mit der kulturellen Vielfalt Europas auseinandergesetzt.

 

In diesem ersten Teil stand die Auseinandersetzung der Jugendlichen mit sich selbst bzw. mit den anderen Jugendlichen im Vordergrund. Dieser interkulturelle Austausch fand in acht Kursgruppen statt und wurde von fachlich qualifizierten und geschulten KursleiterInnen begleitet. Aufgebaut war der Kurs über die Tage auf dem ICH-DU-WIR-Prinzip, wobei es in den jeweiligen Schritten um Identitäten geht. Was ist die eigene Identität, wie sieht jene der/des anderen aus und wo sind Unterschiede aber vor allem Gemeinsamkeiten.

Die Einführung in die FairPlay-Fußballmethode sowie Workshops für LehrerInnen zur Sensibilisierung für und den Umgang mit rassistischen bzw. generell diskriminierenden Vorfällen und Dynamiken waren weitere inhaltliche Programmpunkte. Zudem gab es ein Rahmenprogramm inkl. Eröffnung, angeleitete Ausflüge und einen Abschluss mit einer Disco für die Teenager.

In der zweiten Hälfte der Woche kamen die TeilnehmerInnen aus den beiden Camps in Österreich und der Schweiz dann in Liechtenstein zusammen und das Fußballspielen stand wieder mehr im Vordergrund. Gespielt wurde dabei ein Turnier mit gemischten Teams, ebenso wurden in mehreren kleinen Turniergruppen an beiden Tagen jeweils Gruppensieger ausgespielt, ein Gesamt-Turniersieger wurde allerdings nicht ermittelt.

 

Nach dem großen Abschiedsfest in Schaan kam es bei den Verabschiedungen der Jugendlichen zu sehr vielen rührenden Szenen, was neben den vielen positiven Rückmeldungen der LehrerInnen das beste Feedback darstellte.

 

FairPlay-vidc war in diesem internationalen Projekt einer von mehreren Partner und war für den Teil des YOUTHCAMPS in Österreich verantwortlich.

 

Weitere Informationen 

Euroschools2008