14.10.2010

Blickwechsel

Nachrichten aus einem neuen Ägypten   14. Oktober 2010 | 18:30 bis 21:00 Uhr Ort: Hauptbücherei Wien - Am Gürtel | Veranstaltungssaal Urban-Loritz-Platz 2a | 1070 Wien


©Seewald

Mansoura Ez Eldin: „Wara’al Firdaus“ (Jenseits von Eden) | Merit Verlag Kairo
Lesung aus dem Buch Mansoura Ez Eldin – Dorit Ehlers (arab./dt.)

Ghada Abdelaal: „Ich will heiraten“ | Lenos Verlag Basel
Lesung aus dem Buch Dorit Ehlers (dt.)


Podiumsdiskussion mit
Hassan Hammad | Herausgeber der Zeitschrift für arabische Literatur „Lisan“
Mansoura Ez Edlin | Schriftstellerin, Kairo
Hoda Salah | Politikwissenschafterin FU Berlin

Moderation: Viola Raheb


Simultanübersetzung: arabisch/deutsch

Dokumentation zur Veranstaltung hier

Videodokumentation hier

 


Hintergrund

Mit Mansoura Ez Eldin und Ghada Abdelaal wird eine neue Literatur aus Ägypten jenseits aller orientalisierenden Klischees vorgestellt: Veränderte gesellschaftliche Wirklichkeiten und neue Frauenrollen sind genauso Thema wie künstlerische Verfahren, die diese Texte als durch und durch zeitgemäß ausweisen. Mansoura Ez Edlins Generationenroman über die (Un)Tiefen der Innerlichkeit und Ghada Abdelaals provokante Männersuche sind Einstieg in eine Diskussion über das heutige Ägypten als modernes, widerspruchsvolles Land voller kultureller Differenzen. Eine neue Literatur schärft unseren Blick für jene politische und soziale Realität im arabischen Raum, die eine westliche Sichtweise gerne zugunsten exotischer oder anti-islamischer Vorurteile verleugnet.


Podium


Mansoura Ez Eldin
Geboren in einem Dorf im Nildelta, studierte Journalismus und Medienwissenschaften an der Universität Kairo. Seit 1998 ist sie Redakteurin bei der Literaturzeitschrift „Akhbar al-Adab“ in Kairo. Für ihren neusten Roman „Jenseits von Eden“ (Wara‘ al-Firdaus) wurde sie als einzige Frau für den Arabic Booker Prize 2010 nominiert. Ihr erster Roman „ Matahat Maryam“ (2004 Ü: „Das Labyrinth von Maryam) erzielte bei Kritikern wie beim Publikum einen großen Erfolg und wurde u.a. ins Englische übersetzt.

Hassan Hammad
Geboren in Kairo, studierte arabische Sprache und Literaturwissenschaft an der Ain-Shams-Universität in Kairo, wo er 2002 zum Thema der Ironie in den Erzähltexten von Nagib Machfus promovierte. Seit 1999 lebt Hassan Hammad in der Schweiz. Dort gründete er 2004 den Lisan Verlag und 2006 die gleichnamige Zeitschrift, die sich – wie auch der Verlag – der Vermittlung und der deutschen Übersetzung von zeitgenössischer arabischer Literatur widmet. Hassan Hammad ist Herausgeber und Chefredakteur des Verlages und der Zeitschrift.


Hoda Salah
Die in Ägypten geborene Politologin ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Arbeitstelle Politik des Vorderen Orient am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft der Freien Universtität Berlin. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen u.a. Kultur und Politik der arabsichen Ländern, Islamismus und religiöse soziale Bewegungen sowie Frauen in arabischen und muslimischen Gesellschaften.

Dorit Ehlers
Die 1971 in Hamburg geborene Schauspielerin wurde an der Dimitri-Schule in Verscio/CH (1994 bis 1997) ausgebildet und hatte u.a. Engagements in Wien, Salzburg, Graz und Hamburg

Viola Raheb
Pädagogin und Theologin aus Bethlehem, wo sie Schulinspektorin war, lebt heute in Wien

Eine Veranstaltung im Rahmen des Festivals Salam.Orient und in Kooperation mit der Hauptbücherei Wien.