10.11.2010

Umwelt und Entwicklung. Aufgabe oder Überforderung der Entwicklungspolitik?

10. November 2010 um 19 Uhr im C3 - Zentrum für Internationale Entwicklung 1090 Wien, Sensengasse 3


 

Dokumentation der Veranstaltung

Input von Imme Scholz

 

Vortrag

 

Imme Scholz, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik

 

Kommentare


Petra C. Gruber, Institut für Umwelt-Friede-Entwicklung

 

Walter Sauer, ÖGB, internationales Referat

 

EINE GEMEINSAME VERANSTALTUNG der ADA (AUstrian Development Agency), des VIDC und des Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung 2010.

 

Weitere Informationen:

Anna Pultar, Tel.: +43 (1) 4277-49708, anna.pultar@univie.ac.at

 

Hintergrund

 

Fortschreitender Klimawandel und Umweltkatastrophen drohen bereits erreichte Erfolge in der globalen Armutsminderung zunichte zu machen. Gleichzeitig  mehren sich die Zeichen dafür, dass herkömmliche, vor allem auf Wirtschaftswachstum ausgerichtete Entwicklungsstrategien angesichts ihrer Auswirkungen auf die Umwelt an ihre Grenzen stoßen. Das bedeutet, dass die bislang vorherrschenden Denkansätze für Beschäftigungsförderung und Armutsminderung in Frage gestellt werden. Umwelt- und Verteilungsfragen sind aufs engste miteinander verbunden und stellen daher eine enorme Herausforderung für eine ökologisch nachhaltige und sozial gerechte Entwicklung dar.

Einen Ausgleich zwischen Umweltschutz und Entwicklung zu finden war bereits das Ziel des seit 1987 diskutierten Konzepts der „nachhaltigen Entwicklung“ – mit unterschiedlichen Ergebnissen. Unter dem Schlagwort „greening aid“ knüpften nach dem Erd-Gipfel von Rio de Janeiro 1992 zahlreiche bi- und multilaterale Geber daran an und versuchten, die negativen Auswirkungen von Entwicklungszusammenarbeit auf die Umwelt zu verringern und die Entwicklungsländer beim Schutz und Erhaltung der Umwelt zu unterstützen.

Wie weit sind die Geber auf diesem Weg bisher gekommen? Wie können Spannungsverhältnisse und Zielkonflikte zwischen Umweltschutz und Armutsminderung bewältigt werden? Wie muss sich die internationale Umwelt und Entwicklungspolitik ändern, um die globalen Umweltprobleme und die globalen Grenzen der Umweltnutzung angemessen zu berücksichtigen?

 

Vortragende

 

Imme Scholz ist stellvertretende Direktorin und Leiterin der Abteilung für Umweltpolitik und Ressourcenmanagement des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik. Sie ist Autorin zahlreicher Beiträge zu Entwicklungsfragen, Klimawandel und Umweltpolitik, unter anderem Mitherausgeberin von „Umkehr zum Leben: nachhaltige Entwicklung im Zeichen des Klimawandels“ (2009) und „Zukunftsfragen der Entwicklungspolitik“ (2005).

Kommentare

 

Petra C. Gruber ist Geschäftsführerin des Instituts für Umwelt-Friede-Entwicklung/IUFE in Wien und Herausgeberin zahlreicher Publikationen zum Thema nachhaltige Entwicklung, zuletzt erschienen: "Wie wir überleben! Ernährung und Energie in Zeiten des Klimawandels“ (2010).

 

Walter Sauer ist Leiter der Stabstelle Internationales des ÖGB.