Gender & bewaffnete Konflikte

Schon die Pekinger Aktionsplattform von 1995 sieht das Thema „Frauen und bewaffnete Konflikte“ als einer der zentralen zwölf Aktionsbereiche. Der Wichtigkeit dieses Themas wurde auch in der UN-Resolution 1325 vom Oktober 2000 unterstrichen.

Dabei wird betont, dass Frauen und Männer aufgrund ihrer unterschiedlichen sozialen Positionen unterschiedlich von den Auswirkungen gewaltsamer Konflikte betroffen sind. Diese Unterschiede zu kennen, hilft die Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen und damit auch die Ursachen und Auswirkungen von Kriegen besser zu verstehen.
Im Rahmen dieses Projektes wurden Länderanalysen erstellt, in denen die institutionelle Ebene der jeweiligen Gesellschaften in Hinblick auf ihre Konstruktion von Weiblichkeits- und Männlichkeitsvorstellungen und ihre Veränderung im Verlauf des Konfliktes untersucht wurden.

Das VIDC beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Analyse der vielfältigen und widersprüchlichen Kriegserfahrungen von Burschen und Männern. Diese Analysen sind wichtig, um die Gewaltakzeptanz und die verbreitete geschlechtsspezifische und sexualisierte Gewalt zu beenden. Die Ansätze zur Gewaltüberwindung sind ein Schlüssel zu nachhaltigen Friedensprozessen, Geschlechtergerechtigkeit, sozialer Gerechtigkeit, Menschenrechten, Gesundheit und Demokratie. Mehr Informationen dazu finden Sie unter dem Themenbereich Männer & Gleichstellung.