Zeit und Ort

Dienstag, 16. Mai 2017, 16:00 - 19:30 Uhr
Internationales Institut für den Frieden, Möllwaldplatz 5/2, 1040 Wien
 

Programm

Kate Lappin
Asia Pacific Forum on Women, Law and Development

Virginia López Calvo
WeMove.EU Plattform, WIDE+

Elisabeth Klatzer
attac Österreich, Femme fiscale


Moderation
Magda Seewald, VIDC
Janine Wurzer, WIDE

Veranstaltungssprachen: Englisch und Deutsch

Anmeldung: seewald@remove-this.vidc.org

Aktionsworkshop „Get ready!“ Mobilisierung von transnationaler feministischer Solidarität für Verteilungsgerechtigkeit

© Sebastian Kaczorowski
© Sebastian Kaczorowski

Hintergrund

Weltweit haben Feminist_innen den Zustand der Welt aus ihrer Perspektive analysiert. Ein Kernthema dabei ist der Zugang zu und die Kontrolle über Ressourcen und Dienstleistungen. Die Realitäten und Analysen in Bezug auf die Verteilungs-Ungerechtigkeit zwischen Männern und Frauen empören und sind Ausgangspunkt für viele Initiativen und Kampagnen für mehr Gerechtigkeit. Welches sind die feministischen Forderungen zu daran anknüpfenden Themen wie Arbeitsrechte und Steuergerechtigkeit? Welche Anliegen in Bezug auf Verteilungsgerechtigkeit haben Frauen in anderen Ländern? Wie kann wer mobilisiert werden? Welche Formen der transnationalen Solidarität sind wirksam und welche Handlungsoptionen haben Feminist_innen, die aktiv werden wollen?

Dazu werden wir an internationale Kampagnen wie dem Women’s Global Solidarity Strike, #TaxJustice for Women’s Rights und die WeMove.EU Plattform anknüpfen sowie Ideen für konkrete Aktionen in Österreich entwickeln.


Podium

Kate Lappin

ist die Regionalkoordinatorin des Asia Pacific Forum on Women, Law and Development (APWLD), ein Netzwerk von 200 Frauenrechtsorganisationen und Aktivist_innen in 26 Ländern. Kate  ist seit mehr als 20 Jahren im Bereich Frauenrechte tätig, u.a. bei Amnesty International, der Australischen Menschenrechtskommission und der Gewerkschaftsbewegung. Sie unterrichtete an diversen Universitäten auf dem Gebiet der Menschen- und Frauenrechte. Kate ist Mitglied des UN Women’s Asia Pacific Civil Society Advisory Committee und ist im Executive Committee der Women Human Rights Defenders International Coalition sowie im Koordinationskomitee des Southeast Asian Women’s Caucus.

Virgina López Calvo

lebt zurzeit in Madrid; zuvor arbeitete sie in London, Istanbul und Brüssel. Sie ist feministische Aktivistin mit Schwerpunkt transnationale und interkontinentale Vernetzung insbesondere von Aktivist_innen an der Schnittstelle von Gender, Ökonomie und Umweltgerechtigkeit. Seit mehr als zehn Jahren kämpft Virginia für feministische Anliegen, wie die Entkriminalisierung von Abtreibung, die Partizipation von Frauen in der makroökonomischen Politikgestaltung und für  Handelsgerechtigkeit. Sie engagiert sich seit langem bei WIDE+. Zurzeit ist sie Campaignerin bei We Move Europe (WeMove.EU).

Elisabeth Klatzer

ist Wirtschafts- und Sozialwissenschafterin und seit 2010 als selbständige Forscherin und Konsulentin tätig. Ihre Schwerpunkte als Forscherin und Aktivistin sind Fragen der emanzipatorischen, demokratischen und sozial gerechten Transformation des Gesellschafts- und Wirtschaftssystems, der Kooperation und Spaltungstendenzen in Europa sowie der feministischen Ökonomie und Wirtschafts- und Budgetpolitik. Sie ist Vorstandsmitglied von Attac Österreich und in der Initiative Femme Fiscale engagiert.

 

Magda Seewald

ist seit 2005 Projektreferentin am VIDC mit den Arbeitsschwerpunkten Gender und Gendersensibilisierung von Männern und Burschen. Ihr regionaler Focus liegt im arabischen Raum, insbesondere Palästina. Zudem betreut sie die VIDC-Reihe zu den Umbrüchen in der arabischen Welt. Außerdem engagiert sie sich in den feministischen Organisationen WIDE Österreich und Frauen*solidarität. Sie studierte Politikwissenschaft an der Universität Wien.

 

Janine Wurzer

ist eine der Koordinatorinnen von WIDE, einem Netzwerk von entwicklungspolitischen und humanitären Organisationen und individuellen Feministinnen mit Fokus auf Wissensmanagement und Anwaltschaft zu Genderthemen in der EZA. Sie hat 9 Jahre als Beraterin für CARE Österreich im Bereich Selbstermächtigung von Frauen und psychosoziales Wohlbefinden gearbeitet und viele Jahre Entwicklungsprojekte verschiedener österreichischer NGOs begleitet. Ihr Kernanliegen gilt der Transformation von, vor allem für Frauen und Mädchen, diskriminierenden sozialen Normen durch partizipative und ermächtigende Prozesse und Methoden. Sie hat romanische Sprachen und Kultur- und Sozialanthropologie studiert und ist noch immer begeistert von Kommunikationsfähigkeiten und Kulturkompetenz.



Kooperationen