Gender & Ökonomie

Obwohl die Position der Frauen in der Gesellschaft in den letzten zwei Jahrzehnten gestärkt wurde, gibt es nach wie vor weltweit einen großen Nachholbedarf in der Gleichberechtigung und Präsenz von Frauen in der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt.

Vor allem in den Ländern des Südens, wo Frauen hauptsächlich in der Land- und Subsistenzwirtschaft beschäftigt sind und sie vorwiegend unbezahlte Arbeit leisten bzw. im informellen Sektor tätig sind, sind sie am stärksten von der Armut betroffen. Sie tragen wesentlich zur gesellschaftlichen und ökonomischen Entwicklung bei, werden aber wirtschaftlich, gesellschaftlich und rechtlich benachteiligt.

Um die angestrebten entwicklungspolitischen Ziele, wie Armutsminderung, oder die Besserstellung von Frauen erreichen zu können, ist es unbedingt erforderlich, neben dem wirtschaftlichen, sozialen und politischen Empowerment von Frauen sowohl im Norden als auch im Süden und Osten, ebenso die gängigen Ökonomiemodelle der internationalen Wirtschaftsinstitutionen (WTO, IWF, Weltbank) auf ihre geschlechterspezifischen Auswirkungen auf der Mikroebene zu überprüfen und die nötige Kohärenz herzustellen.