Zeit und Ort

Dienstag, 19. November 2013
19:00 - 21:00 Uhr
Hauptbücherei Wien - Am Gürtel, Veranstaltungssaal
Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien

Programm

Lesung aus Nilufar: 
Mahmud Doulatabadi, persisch
Barbara Braun, deutsch

Diskussion: 
Mahmud Doulatabadi, Schriftsteller, Iran
Bahman Nirumand, Autor und Journalist, Deutschland

Moderation: 
Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung

Begrüßung: 
Michael Fanizadeh, VIDC/Wiener Institut 

Veranstaltungssprachen: Persisch und Deutsch mit Simultandolmetschung

Anmeldung: hochauer-kpoda@remove-this.vidc.org

Mahmud Doulatabadi: Nilufar


Hintergrund

Von der Macht einer Liebe, die an noch größeren Mächten scheitert.
Wer ist dieser alte Mann im grauen Regenmantel, der durch die Straßen einer europäischen Großstadt irrt? Er setzt sich in ein Kaffeehaus, zieht einzerknittertes Notizbuch aus der Tasche, liest und schreibt. Er versucht, seiner Erinnerungen an Nilufar Herr zu werden. Eines Tages war sie ihm wie eine Taube zugeflogen und hatte sich ganz einfach neben ihm auf die Parkbank gesetzt. Ein rätselhaftes Gefühl uralter Liebe, Freundschaft und Einheit verband die beiden. Im Glanz ihrer Augen fand er sein Leben wieder. Sie, und nur sie, konnte sein Schweigen brechen. Warum hat er sie wieder verloren? Mahmud Doulatabadi erzählt von der Macht einer Liebe, die an noch größeren Mächten scheitert: an den Zwängen einer traditionellen Familie, der politischen Starre und am eigenen Unvermögen.
Aus dem Persischen von Bahman Nirumand

Am Podium

Mahmud Doulatabadi

Er gilt als einer der bedeutendsten Gegenwarts-AutorInnen des Iran. Er wurde 1940 im Nordosten des Iran geboren, arbeitete in der Landwirtschaft und als Handwerker. Später absolvierte er die Theaterakademie in Teheran und war eine Zeit lang Schauspieler. Aus politischen Gründen wurde er für zwei Jahre inhaftiert. Doulatabadi gilt als bedeutendster Vertreter der zeitgenössischen persischen Prosa; er lebt mit seiner Familie als freier Schriftsteller und Universitätsdozent für Literatur in Teheran.Bahman Nirumand ist Autor und Journalist, er publiziert u.a. für Die Zeit, den Spiegel, Die TAZ, die Neue Züricher Zeitung und andere internationale Medien. Als Autor hat er u. a. mit „Iran. Die drohende Katastrophe“ (2006), „Der  unerklärte Weltkrieg. Eine Analyse des Nahost-Konflikts“ (2007) sowie zuletzt „Weit enfernt von dem Ort, an dem ich sein müsste“ (2011) erfolgreiche Bücher über die Lage im Nahen Osten vorgelegt. Seit 2001 verfasst er den monatlichen Iran-Report der deutschen Heinrich-Böll-Stiftung.Franziska Augstein war von 1987 bis 1989 Redakteurin beim Magazin der Wochenzeitung Die Zeit und ab 1997 Redakteurin im Feuilleton-Ressort derselben. Bis 2001 war sie als Kulturkorrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Berlin tätig. Seit Anfang 2001 schreibt sie für das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung und betreut seit Jahresbeginn 2010 redaktionell die Rubrik „Das politische Buch“.

 

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