Zeit und Ort

Donnerstag, 15. Oktober 2015, 19:00 - 21:00 Uhr
Diplomatische Akademie Wien, Festsaal, Favoritenstraße 15a, 1040 Wien

Programm

Hamid Dabashi
Columbia University, New York

Moderation
Helmut Krieger
Institut für internationale Entwicklung der Universität Wien

Begrüßung: Magda Seewald, VIDC

Veranstaltungssprachen: Englisch und Deutsch mit Simultandolmetschung

Anmeldung an: seewald@remove-this.vidc.org

Sunnit_innen gegen Schiit_innen. Zur Konstruktion eines Gegensatzes

© istock/Aviator70
© istock/Aviator70


Hintergrund

Spätestens seit dem Aufstieg des Islamischen Staates (IS) werden gegenwärtige Kriege in der arabischen Welt vor allem entlang religiöser Bruchlinien interpretiert. Sunnit_innen versus Schiit_innen oder säkulare versus religiöse Bewegungen sind das Muster, das vielfach als Erklärung für all die Konflikte in den verschiedenen arabischen Ländern dient. Was diese identitären Zuschreibungen bedeuten und inwiefern diese überhaupt aussagekräftig sind, wird von Professor Dabashi einer kritischen Reflexion unterzogen.

Podium

Hamid Dabashi

ist Hagop Kevorkian Professor für Iranische Studien und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Columbia University. Professor Dabashi lehrte an zahlreichen Universitäten Nordamerikas, Europas, im arabischen Raum sowie im Iran.Er ist Autor von insgesamt 25 Büchern, darunter Islamic Liberation Theology: Resisting the Empire (2008), Post-Orientalism: Knowledge and Power in Time of Terror (2009), The Arab Spring: The End of Postcolonialism (2012), Being a Muslim in the World (2013) und Can Non-Europeans Think (2015). Viele seiner Publikationen wurden in unterschiedlichste Sprachen übersetzt, unter anderem ins Japanische, Deutsche, Französische, Spanische, Arabische, Türkische oder Hebräische.
 

Helmut Krieger

ist Sozialwissenschafter und wissenschaftlicher Projektmitarbeiter am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien sowie Konsulent des VIDC. Seine Forschungsschwerpunkte sind: der israelisch-palästinensische Konflikt, Bewegungen des politischen Islam in der arabischen Welt, kritische Staatstheorien und postkoloniale Theoriebildung. Eine seiner aktuellsten Veröffentlichung ist: Umkämpfte Staatlichkeit. Palästina zwischen Besatzung, Entwicklung und politischem Islam. Wiesbaden, 2015.

Magda Seewald

ist seit 2005 Projektreferentin am VIDC. Ihr regionaler  Focus liegt im Nahen Osten, insbesondere Palästina, wo sie auch lokale Projekte koordiniert. Zudem  betreut sie die VIDC-Reihe zu den Umbrüchen in der arabischen Welt. Zu ihren weiteren Arbeitsschwerpunkten zählen Gender, Gendersensibilisierung von Männern und Burschen sowie Gender und bewaffnete Konflikte. Sie studierte Politikwissenschaft an der Universität Wien.

Kooperationen

 

Unterlagen zur Veranstaltung