Zeit und Ort


Dienstag, 11. Februar 2014
18.00-20.30
Rathaus Wien, Grauer Salon

Programm


Eröffnung:

Sandra Frauenberger, Stadträtin für Integration, Frauenfragen, KonsumentInnenschutz und Personal, Wien, Österreich

Podiumsdiskussion mit:

Lucia Fresa, Comune di Bologna, Cooperation and human rights office, Bologna
Helmuth Hartmeyer, Austrian Development Agency

Shams Asadi, Menschenrechtskoordinatorin der Stadt Wien, Österreich

Martina Schlapbach, Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA)

Alexis Nshimyimana Neuberg, Afrika Vernetzungsplattform in Österreich (AVP)

Annelies Vilim, Globale Verantwortung - Arbeitsgemeinschaft für Entwicklung und Humanitäre Hilfe in Österreich

Moderation: Michael Fanizadeh, VIDC – Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation

Anmeldung und Information: Stefan Grasgruber-Kerl, Südwind
E-Mail: stefan.grasgruber-kerl@suedwind.at, Tel. 01/405 55 15 – 303

Diaspora-Engagement: Best Practice Beispiele in der kommunalen und nationalen Entwicklungspolitik


Hintergrund

Die Afrika Vernetzungsplattform (AVP), die Südwind Agentur und das VIDC organisierten in Kooperation mit dem Karl-Renner Institut 2013 das erste österreichische Forum zu Migration & Entwicklung. Hintergrund waren die aktuellen internationalen Debatten zu Migration & Entwicklung auf europäischer und UN-Ebene. Unter anderem ging es bei der Debatte darum, die Leistungen der Diaspora-Communities für die Entwicklung der Herkunfts- und Aufnahmegesellschaften anzuerkennen. Doch bei allen Erfolgen der Afrika Vernetzungsplattform und der zahlreichen anderen Diaspora-Initiativen in Österreich steht außer Frage, dass MigrantInnen in den professionellen Einrichtungen der Entwicklungszusammenarbeit und bei der Durchführung von offiziellen und staatlich geförderten Entwicklungsprojekten unterrepräsentiert sind. Neben der nationalen bietet die kommunale Ebene Möglichkeiten der Einbindung von Diaspora-Organisationen und -Initiativen, die sich mit ihrem Knowhow oftmals nicht ernst genommen und nicht ausreichend unterstützt fühlen.

Mit Bezug auf Good Practice Beispiele in der Schweiz und Bologna sollen Möglichkeiten für die Mobilisierung von Diaspora-Engagement in Wien und Österreich diskutiert werden. Das Schweizer Globalprogramm Migration und Entwicklung beispielsweise hat ein Budget von CHF 8,5 Mio (6,9 Mio €) und umfasste 2013 30 Projekte. Die Gesamtinvestitionen der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) im Bereich Migration und Entwicklung belaufen sich auf CHF 67 Mio (54,8 Mio €). Dabei stehen die Förderung der positiven Aspekte der Migration und die Verringerung der negativen Aspekte im Vordergrund, mit Blick auf eine kohärente Entwicklungspolitik und unter Berücksichtigung migrationspolitischer Interessen der Schweiz.Die Veranstaltung findet im Rahmen des EU-Projektes CoMiDe statt. CoMiDe wurde im April 2011 gestartet und ist ein dreijähriges Projekt, welches von der Europäischen Kommission und der OEZA gefördert wird. Im Rahmen dieses Projektes steht die Frage der Herstellung einer kohärenten Migrations- und Entwicklungspolitik auf staatlicher und europäischer Ebene im Vordergrund. Des weiteren sollen Kooperationen zwischen entwicklungspolitischen NGOs und migrantischen Organisationen und Communities in Italien, Slowenien, Slowakei und Österreich initiiert werden. Letztlich geht es auch darum, das Verständnis von Migration als Resultat globaler Ungleichheit im entwicklungspolitischen Diskurs zu forcieren. Mehr Informationen zum Projekt unter: www.CoMiDe.net


Unterlagen zur Veranstaltung

Durchgeführt mit finanzieller Unterstützung der EU. Die darin vertretenen Standpunkte stellen in keiner Weise die offizielle Meinung der EU dar.

Kooperationen