Zeit und Ort

29. – 30. September 2009
Diplomatische Akademie, Festsaal, Favoritenstraße 15a, 1040 Wien

Programm

Revisiting the Palestinian Economy after 40 years of Israeli Occupation: Present Realities and Future Challenges

Leila Farsakh, University of Massachusetts Boston

Perspectives beyond Food Aid and Poverty Administration? On the Role of International Institutions and Development Agencies in the Occupied Palestinian Territories

Gerhard Pulfer, Aid Coordination – Palestine
Leila Farsakh, University of Massachusetts Boston
Rami Sublaban, Turkish International Cooperation and Development Agency
Samia Botmeh, Birzeit University

Palestinian Civil Society beyond Development Policy?

Afaf Aqel Hamayel, In’ash al-Usra
Ghassan Amayra, Welfare Association
Maysoon Al-Ramahi, Al-Khansa

Detailprogramm

Perspektiven jenseits von Krieg und Krise II – Nahrungsmittelhilfe, Armutsverwaltung und Entwicklungspolitik im israelisch-palästinensischen Konflikt

© Fadi Freij


Hintergrund

„Wir Palästinenser sitzen in einem Käfig, Israel hat den Schlüssel dafür und die internationale Gemeinschaft füttert uns.“


So eindringlich beschrieb Samia Botmeh vom Center for Development Studies der Birzeit University die aktuelle Situation in den besetzten palästinensischen Gebieten.
Auch Leila Farsakh von der University of Massachusetts Boston gab ein pessimistisches Bild über die Auswirkungen der 40jährigen israelischen Besatzung der palästinensischen Gebiete in dem sie den Begriff der Pauperisierung („pauperisation“) verwendete.

Angesichts der Milliardenbeträge an Hilfegelder, die in den letzten Jahrzehnten in die besetzten palästinensischen Gebiete geflossen sind, setzte sich die zweitätigen Konferenz mit der Effizienz dieser Entwicklungszusammenarbeit in Anbetracht der katastrophalen Situation in den Gebieten auseinander. VertreterInnen von internationalen Organisationen und palästinensischen NGOs diskutierten mit Wissenschafterinnen über die entwicklungspolitischen Fehler und Möglichkeiten trotz der andauernden Blockade des Gazastreifens und trotz sozio-ökonomischer und gesellschaftlicher Fragmentierungen in der Westbank.