Zeit und Ort

Dienstag 23. November 2010, 12:00 – 20:30 Uhr
Albert-Schweitzer-Haus, Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien

Programm

Opening note

Mustafa Barghouti, Palestinian National Initiative

Perspectives on State Formation in Palestine – a Road to a Failed (Non-)State?

Ronit Lentin, Trinity College Dublin
Raphael Cohen-Almagor, University of Hull
Gilbert Achcar, University of London

A viable Palestinian State, Two-State-Solution, One-State-Solution – Where to go?

Arab and European Perspectives
Hesham Youssef,  League of Arab States
Luisa Morgantini, Former Member of the European Parliament
Ursula Plassnik, Member of the Austrian Parliament
Discussant: Ronit Lentin, Trinity College Dublin

Detailprogramm

Perspektiven jenseits von Krieg und Krise III Welcher palästinensische Staat für welchen Frieden?

Tree# 59
Tree#59 Osama Zatar


Hintergrund

Nach dem Amtsantritt von US-Präsident Barack Obama schien für kurze Zeit eine Regelung des israelisch-palästinensischen Konflikts auf der Basis einer Zwei-Staaten-Lösung absehbar. Diese allzu optimistische Einschätzung ist mittlerweile einer breiten Enttäuschung gewichen. Angesichts der nach wie vor ungelösten Probleme des Konflikts – etwa  der israelische Siedlungsbau in den besetzten palästinensischen Gebieten, die umstrittene Bedeutung von Ostjerusalem oder die politischen Auftrennung zwischen Gazastreifen und Westjordanland – scheinen Lösungen weiter entfernt denn je. 


Mit dieser Konferenz setzt das VIDC seinen Zyklus der differenzierten Auseinandersetzung mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt fort. Nach den bisherigen Beiträgen von NGO-AktivistInnen, WissenschafterInnen und VertreterInnen internationaler Organisationen zu Geschlechterverhältnissen und zu internationalen Geberpolitiken werden an dieser Konferenz nun politische Lösungskonzepte diskutiert. Wesentliche Fragestellungen sind dabei: Was kann angesichts der gegenwärtigen Situation eine mögliche palästinensische Staatlichkeit überhaupt noch bedeuten? Inwiefern ist die Vorstellung einer Zwei-Staaten-Lösung obsolet geworden? Welche alternativen politischen Konzepte gibt es dazu?    


Indem an der Konferenz wissenschaftliche Analysen mit differenten politischen Standpunkten zusammengeführt werden, sollen jene (Denk-)Räume geöffnet werden können, denen auch die bisherigen Veranstaltungen des VIDC zum israelisch-palästinensischen Konflikt verpflichtet waren: Perspektiven jenseits von Krieg und Krise zu entwickeln.