Zeit und Ort

Dienstag, 27. September 2011
20:00 Uhr
Schauspielhaus Wien
Porzellangasse 19, 1090 Wien

Programm

Vortrag und Diskussion mit
Ulrich Ladurner, Die Zeit
Thomas Preindl, Caritas, Österreich
Johann Pucher, BMLV- Bundesministerium für Landesverteidigung
Jonathan Schools, Botschaft der Vereinigten Staaten, Wien
Ursula Werther-Pietsch, BmeiA- Aussenministerium


Begrüßung und Moderation:
Walter Posch, VIDC

Eine Nacht in Kabul oder was tut Herr Müller in Afghanistan?

Ulrich Ladurner


Hintergrund

"Wer wie der Autor des vorliegenden Buches dieses Land eingehend studiert, der lernt nicht nur viel über Afghanistan, sondern auch über die Welt, in der wir heute leben“
(Aus dem Vorwort von Helmut Schmidt, Eine Nacht in Kabul, 2010)

Die Veranstaltung möchte nicht nur tiefe Einblicke in die Geschichte Afghanistans mit seinen komplexen politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Verhältnissen vermitteln, sondern versucht den Grossmachtinteressen, den verschiedenen Interventionslogiken, der Militarisierung der Entwicklungszusammenarbeit auf die Spur zu kommen, die Arbeit humanitärer Organisationen zu beleuchten und stellt die Frage der politischen Legitimation sowie der Kriegsfolgen und Verletzung der Menschenrechte.

Am Podium

Ulrich Ladurner *1962 in Meran/Südtirol, studierte Politikwissenschaft und Geschichte in Innsbruck. Ladurner arbeitete als Journalist in Wien, Zürich, Rom und schrieb von 1992 bis 2000 vor allem über die Kriege am Balkan. Seit 1999 als Auslandsredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“ tätig, veröffentlichte zahlreiche Berichte über Lateinamerika, Italien, Irak, Iran, Afghanistan und Pakistan. Lebt derzeit in Hamburg.
Zuletzt erschienen: 2007: „Bitte informieren Sie Allah!“, 2009: „Solferino, Kleine Geschichte eines grossen Schauplatzes“, 2010: „Eine Nacht in Kabul“ 

Thomas Preindl *1967 in Innsbruck, studierte Landwirtschaft an der Universität für Bodenkultur in Wien, Seit 1999 ist Preindl Mitarbeiter der Caritas Österreich, derzeit Koordinator für humanitäre Hilfe, er hat zahlreiche Langzeiteinsätze im Ausland, wie etwa Kosovo (1999- 2001) oder Afghanistan (2002- 2004), absolviert. Im Rahmen der Katastrophenhilfe bereits nach Pakistan, Rumänien, Kenia, Libanon, Myanmar und Südsudan gereist. 

Johann Pucher *1948 in Spittal/ Drau, absolvierte die Militärische Akademie sowie die „Armed Forces Sports School“, Pucher begann seine Karriere 1982 im Verteidigungsministerium, Büro für Verteidigungspolitik. Von Mitte 1980 bis 2001 hatte Pucher in zahlreichen Ministerien eine Beratungsfunktion für militärische und sicherheitspolitische Fragen inne. Unter anderem im Verteidigungsministerium, Außenministerium, österreichische OSCE Delegation und dem Bundeskanzleramt, zudem leitende Funktion in der Rüstungskontrolle. Pucher ist Mitglied des Mitglied des „Conseil International du Sport Militaire (CISM), Seit 2007 Generaldirektion für Sicherheitspolitik. 

Jonathan Schools stammt aus Dallas, Texas wo er im Bankwesen tätig war. Von 1980 bis 1984 diente Schools im „United States Marine Corps“. Bevor er in den ausländischen Dienst wechselte, war Schools auf den Malediven als Tauchlehrer beschäftigt. Seit 1997 ist er im auswärtigen Dienst für das US-Außenministerium tätig, und war unter anderem in Bern, der Schweiz, Malta und Mexico stationiert. Aktuell ist Schools in der amerikanischen Botschaft in Wien für politische Fragen zuständig. 

Ursula Werther- Pietsch *1964 in Graz, studierte Rechtswissenschaften an der Universität in Graz, Werther- Pietsch ist derzeit stellvertretende Abteilungsleiterin im BMeiA VII/4. 

Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen „Human Security Network“, Strategieentwicklung im Bereich der EZA (Dreijahresprogramm), Politikkohärenz, Sicherheit und Entwicklung sowie Menschenrechte und Entwicklung. Sie ist zudem Gründerin der Fachzeitschrift „Juristische Ausbildung und Praxis“ und Initiatorin der „Vienna 3C Conference“.