Zeit und Ort

27. und 28. Februar 2014
Karl-Renner-Institut, Europasaal
Eingang: Gartenhotel Altmannsdorf , Hotel 2
Oswaldgasse 69/Ecke Hoffingergasse, 1120 Wien

Programm

27. Februar 2014

14.00 - 14.30 Begrüßung

14.30 - 16.00 Panel Session I

  • Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti & Roma, Deutschland
  • Mirjam-Angela Karoly, Leiterin der ODIHR Kontakstelle für Roma und Sinti Fragen, OSZE, Polen
  • Gilda Horvath, ORF Journalistin und Aktivistin, Österreich
  • Moderation: Cornelia Kogoj, Initiative Minderheiten, Österreich

16.30 – 18.00 Panel Session II

  • Peggy Piesche, Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, Universität Bayreuth, Deutschland
  • Beatrice Achaleke, CEO Diversity Leadership, M-Media, Österreich
  • Delna Antia, Chefin vom Dienst, das biber, Österreich
  • Moderation: Michael Fanizadeh, VIDC


28. Februar 2014

09.00 – 14.00 Workshops

Veranstaltungssprachen: Deutsch/Englisch mit Simultandolmetschung

Programm (Deutsch)

Program (English)

Program with detailed workshops (English)

Konferenz „Stop Watching – Start Seeing“: Stereotypisierung & Rassismus in der Popularkultur

© Daniel Novotny

 

Hintergrund

Die Medien- und Unterhaltungsindustrien sind mächtige Agenten von Stereotypisierungen und rassistischen Zuschreibungen. Sie spielen eine elementare Rolle bei der Reproduktion sozialer Trends,  der Bildung öffentlicher Meinungen und Diskurse, sie produzieren und reproduzieren stereotype Repräsentationen von Gruppen, Communities und Individuen, und „fixieren” Charakteristika und Identitäten. Das Ziel der Konferenz ist es, den Blick dafür zu schärfen und ein größeres Verständnis über die Verknüpfung von rassistischer Stereotypisierung von Minderheiten/Migrant_innen einerseits und diskriminierendem Verhalten von „Konsument_innen”, der Bevölkerung, andererseits zu erlangen. Dabei stellt sich vor allem die Frage, wie sich rassistische Stereotypisierungen auf die Wahrung fundamentaler Rechte von diskriminierten Gruppen auswirken.

Das VIDC organisiert die Konferenz gemeinsam mit dem Karl-Renner-Institut und  im Rahmen des EU-Projekts „BEAMS - Breaking down European Attitudes towards Migrant/Minority Stereotypes”. www.beams-project.eu

Podium

Romani Rose

Rose wurde 1946 in Heidelberg geboren. Bei der Gründung des  Zentralrats Deutscher Sinti und Roma im Jahre 1982 wurde er von den Delegierten der Mitgliedsorganisationen - damals neun, heute 16 Landesverbände und regionale Vereine - zum Vorsitzenden gewählt und seither alle vier Jahre in seinem Amt bestätigt. 1991 übernahm Rose die Geschäftsführung des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma. Seit zweieinhalb Jahrzehnten setzt er sich konsequent für die Minderheitenrechte der Sinti und Roma, für ihren Schutz vor Rassismus und Diskriminierung sowie für Entschädigungsleistungen an die Überlebenden des Holocaust ein. Im Mai 1995 erreichte Rose in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsvereinen des Zentralrats die Anerkennung und Förderung der deutschen Sinti und Roma als nationale Minderheit in Deutschland mit eigener Minderheitensprache, verbunden mit dem Ziel ihrer gleichberechtigten Teilnahme am gesellschaftlichen und politischen Leben.

Mirjam Karoly

Karoly ist Senior Adviser in Roma & Sinti-Fragen am OSCE Office for Democratic Institutions and Human Rights (ODIHR) in Warschau sowie Leiterin der ODIHR Anlaufstelle  für Roma & Sinti (CPRSI). Zwischen 2007 und 2009 war sie Senior Communities Adviser bei der OSZE- Feldmission im Kosovo (Fokus Minderheitenrechte von nicht-Albanischen Communities und Entwicklung einer Regierungsstrategie zur Integration von Roma, Ashkali and Egyptians). Sie ist Mitglied des Volksgruppenbeirats für Roma und Sinti in Österreich beim Bundeskanzleramt und arbeitete von 1998 bis 2004 für das Romano Centro in Wien. Sie stammt aus einer burgenländischen Roma-Familie, ist in Frankfurt geboren und hat Politikwissenschaften in Wien studiert.

Gilda Horvath

Gilda Horvath, aufgewachsen in einer Lovara Familie in Wien, ist eine junge Journalistin und Aktivistin, welche sich für eine bessere Berichterstattung über Minderheiten in Europa, besonders der Roma-Community, einsetzt. Sie arbeitet als Journalistin bei der ORF Volksgruppenredaktion, ist Moderatorin sowie Kolumnistin bei Migrazine, Anschläge, Augustin u.a. Gilda Horvath ist Obfrau von Lovara-Roma Österreich. Der Verein bezweckt die Erhaltung und Förderung der Kultur der Lovara-Roma in Österreich und tritt gegen jegliche Form von Rassismus, Antiziganismus und Diskriminierung ein.

Peggy Piesche

Peggy Piesche ist eine Schwarze deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, geboren und aufgewachsen in der DDR. Sie hält z.Z. eine Forschungsposition an der Bayreuther Akademie für fortgeschrittene Afrika-Studien an der Universität von Bayreuth inne. Sie ist Mitfrau bei ADEFRA e.V./ Schwarze Frauen in Deutschland und forscht vor allem zu Rassifizierungen und Schwarzen Images, Kolonialgeschichte und kollektiver Erinnerung. Piesche ist u.a. Herausgeberin von "Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland".

Delna Antia

Delna Antia wurde 1983 in Oberhausen, Deutschland geboren. Sie studierte Philosophie und Kulturreflexion auf der Universität Witten/Herdecke, Deutschland.  Nach einem Stipendium der Journalisten Akademie des Wiener Stadtmagazins biber begann sie dort als Ressortleiterin von “biberica”. Seit Mai 2012 ist sie Chefin vom Dienst. biber ist ein Pionierprojekt in der österreichischen Medienlandschaft: Es erschien erstmals 2006 als “transkulturelles Magazin für neue Österreicher (Wiener mit Migrationshintergrund)”. Siehe www.dasbiber.at

Beatrice Achaleke

Beatrice Achaleke, Österreicherin, geboren in Kamerun, studierte Rechtswissenschaften an der Universität von Yaoundé und Soziologie an der Universität Wien. 2008 kandidierte sie als erste schwarze Frau für die österreichischen Parlamentswahlen. Achaleke ist Vorstandsvorsitzende des "Black European Women`s Council" (BEWC), Obfrau von AFRA – International Center for Black Women`s Perspectives und Inhaberin und Geschäftsführerin von "Diversity Leadership" Unternehmensberatung. Sie ist ebenso im Vorstand von M-Media, dem Verein zur Förderung interkultureller Medienarbeit. Achaleke setzt sich seit Jahren für die Gleichstellung von Migrant_innen, insbesondere von schwarzen Frauen, in Österreich ein und wurde vielfach ausgezeichnet.

 

Kooperationen