Zeit und Ort

Dienstag, 17. März 2009
18.30 - 20.30 Uhr
Albert Schweitzer Haus
Schwarzspanierstraße 13, 1090 Wien

Programm

Bernadette Gierlinger, Bundesministerium für Finanzen

Gerhard Bittner, ÖIS - Österreichisches Institut für Spendenwesen

Herbert Schaupp, IÖGV - Interessensvertretung Österreichischer gemeinnütziger Vereine

Werner Vogt, Mitinitiator Sozialstaat Österreich Volksbegehren

Begrüßung: Walter Posch, vidc

Moderation: Elfriede Schachner, vidc

Von der Gnade der Mildtätigkeit? Über die steuerliche Absetzbarkeit von Spenden

 

Hintergrund

Ein Gesetz zur Steuerreform 2009, das am 11. März im Nationalrat beschlossen wurde, sieht vor, dass Spenden für mildtätige Zwecke
ab 1.1.2009 rückwirkend von der Steuer absetzbar sind. Spenden sind ein wesentlicher Faktor zivilgesellschaftlichen Lebens und eine wichtige Finanzierungsquelle von Non-Profit-Organisationen. Neben Finnland war Österreich das einzige europäische Land, in dem Spenden nicht absetzbar waren. Kritisiert wurde, dass die Absetzbarkeit auf mildtätige Zwecke eingeschränkt wurde. Damit sind Umwelt-, Tierschutz- und Menschenrechtsorganisationen ausgeschlossen. Doch neben der Freude der spendensammelnden Organisationen über das neue Gesetz gibt es massive Befürchtungen, dass durch die Umstellung ein Wechsel von Öffentlich zu Privat stattfindet. Eine Umstellung vom Recht auf soziale Versorgung zum Angewiesensein auf Mildttätigkeit. Bilder von hungernden Kindern schocken – die Spende entlastet unser Gewissen.

Unterlagen zur Veranstaltung