Zeit und Ort

UNO-Konferenz:
Addis Abeba (Äthiopien), 13. - 16. Juli 2015
Offizielle Konferenz-Website

Konferenz der Zivilgesellschaft:
Addis Abeba (Äthiopien), 11. - 12. Juli 2015
Website der Koordinationsgruppe

Aktuelle Berichte

Das aktuelle Konferenz-Geschehen konnte auf unserer Facebook-Seite sowie auf Twitter @HildeWipfel, @koo_at, #ffd3 verfolgt werden.

Die Facebook-Beiträge können Sie hier nachlesen.

Financing for Development - die Entwicklungsfinanzierungskonferenz der UNO


Hintergrund

Vom 13. bis 16. Juli 2015 findet die UN-Konferenz „Financing for Development“ (FFD3) zum dritten Mal in Addis Abeba, Äthiopien, statt. Damit stehen die Entwicklungsfinanzierung und die Ausrichtung des globalen Finanzsystems nach den Konferenzen in Monterrey (2002) und Doha (2008) zum dritten Mal hochrangig auf der internationalen Agenda. Die Konferenz wird auch entscheidende Weichen für die Umsetzung der neuen, im September zu beschließenden globalen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals) und für den Pariser Klima-Gipfel im Dezember stellen.

Die Diskussionen gruppieren sich um die sechs Themenfelder a) Mobilisierung einheimischer Ressourcen, b) internationale private Finanzierungen, c) internationale öffentliche Finanzierung, d) Handelspolitik, e) Verschuldung und f) globale Finanzarchitektur. Weitere wichtige Themen sind die Überwachung der in Addis getroffenen Beschlüsse (Monitorin) und das Follow-Up, ob also der FFD-Prozess eigenständig erhalten bleiben oder in den Prozess rund um die Sustainable Development Goals aufgehen soll.

In den seit Monaten laufenden Verhandlungen um das Abschlussdokument für FFD3 spielt die Debatte, wo über die internationale Steuerarchitektur künftig entschieden werden soll, eine wichtige Rolle. Bisher wurden wichtige Entscheidungen in der OECD, deren Mitglieder vor allem Industrieländer sind, getroffen. Der dringend notwendige Reformprozess, den die OECD bisher zur Eindämmung von Steuerflucht und Steuervermeidung unternommen hat, zeigt aber, dass vor allem ärmere sog. Entwicklungsländer davon nicht profitieren werden. Die G77 als Vertretung der Entwicklungsländer und die zivilgesellschaftlichen Organisationen (CSOs) fordern daher eine UN-Steuerorganisation, damit alle Länder gleichberechtigt mitentscheiden können.

Martina Neuwirth (VIDC) und Hilde Wipfel (KOO) nahmen von Seiten der österreichischen CSOs an der Konferenz teil und berichteten direkt aus Addis Abeba. Martina Neuwirth vertrat die österreichischen CSOs in der österreichischen Delegation.

Einen kurzen Rückblick auf die Geschichte des FFD-Prozesses finden Sie hier.

Dokumente

Reaktionen auf das Abschlussdokument

Vor der Konferenz: