Unheard?! Strong women in the diaspora

Time


Monday, 1 March 2021, 19:00 - 21:00

Live on Okto TV and on the VIDC Facebook channel

Studio talk


Esther Maria Kürmayr

Anti-discrimination expert, social worker, teacher, chairwoman of the association Schwarze Frauen Community

Ishraga Mustafa Hamid

Political scientist, author and human rights activist, in 2020 she was awarded the Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien

Rojin Ali

Sociologist, Interpreter and Social Worker, Diakonie Frauenberatung, Vienna

Noreen Mughal

High school graduate, Black Lives Matter, Vorarlberg

Aadilah Amin

Student at the University of Vienna, founding member of the Afghan Students' Association IGASUS

Moderation: Delna Antia-Tatić

Chief Editor, Das Biber

Authors

Irène Hochauer-Kpoda und Samar Al Bradan

Kooperationen

[Translate to English:] Frauen gemeinsam, © iStock/jacoblund

[Translate to English:] © iStock/jacoblund

Unfortunately, the invitation text is only available in German.

Als Beitrag zum internationalen Frauentag 2021 feiert das VIDC, in Kooperation mit Seti Women, IGASUS, Okto TV und das Biber, Frauen aus der Diaspora als wichtige Akteurinnen für eine emanzipatorische gesellschaftliche Veränderung in Österreich.

Es gibt viele großartige Frauen, die in Österreich ihre neue Heimat gefunden haben und heute als Künstlerinnen, Politikerinnen, Lehrerinnen, Ärztinnen, Journalistinnen, Unternehmerinnen, Menschenrechtsaktivistinnen, Wissenschaftlerinnen etc. tätig sind. Sie inspirieren und sind Vorbilder für viele Frauen in den migrantischen Communities.   Sie spielen bei der Durchsetzung von positiven gesellschaftlichen Veränderungen, eine zentrale Rolle. Allerdings sind diese beeindruckenden Erfolgsgeschichten der Frauen aus den Diasporas in der Gesellschaft wenig sichtbar.
Dabei leisten sie einen essenziellen Beitrag zur Bekämpfung von sozialen Ungerechtigkeiten, zur Förderung der Gesundheitserziehung und der Bekämpfung der derzeitigen Pandemie, sie befördern nachhaltige und effektive Beiträge zum Empowerment von Migrant*innen und zur Anerkennung von Diversität, sie engagieren sich bei der Friedensarbeit in ihren Herkunftsregionen und tagtäglich gegen Gewalt und Diskriminierung in Österreich. Zudem sind sie die zentralen Akteurinnen bei der Forcierung von Ausbildung und Bildung  in ihren Familien und Communities. Sie sind „Role Models“ und machen anderen Frauen und Mädchen Mut, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Podium

Esther Maria Kürmayr

ist Leiterin des Vereins Schwarze Frauen Community, Anti-Diskriminierungsexpertin. Sozialarbeiterin, Lehrerin.

Ishraga Mustafa Hamid

wurde 2020 mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien ausgezeichnet. Sie wurde in der Stadt Kosti im Sudan geboren und ist dort aufgewachsen und studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft sowohl im Sudan als auch an der Universität Wien. 2006 hat sie ihr Doktaratstudium am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien abgeschlossen und arbeitete dort als Lektorin. Sie ist Menschenrechtsaktivistin, Übersetzerin und Schriftstellerin: U.a. publizierte sie acht Bücher in Arabisch und Deutsch.  Sie ist Beauftragte für Arabische Literatur des P.E.N. Clubs und Leiterin des Literatur -Komitees des Arabischen Österreichischen Hauses für Kunst und Kultur.

Rojin Ali

Die Kurdin wurde in Syrien geboren, hat in Damaskus Soziologie studiert und als Sozialarbeiterin gearbeitet. Vor sieben Jahren ist sie als Flüchtling nach Österreich gekommen und hat danach sechs  Jahre im Flüchtlingsbereich als Dolmetscherin, Betreuerin und Beraterin gearbeitet. Sie hat gemeinsam mit verschiedenen NGOs und Organisationen wie der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Caritas, Südwind, dem VIDC, und der Diakonie  Antidiskriminierungs- und Integrationsprojekte umgesetzt. Aktuell arbeitet sie bei der Diakonie-Frauenberatung als Beraterin für geflüchtete Frauen aus verschiedenen Ländern.

Aadilah Amin

Die gebürtige Afghanin studiert Rechtswissenschaften und Germanistik an der Universität Wien. Sie engagiert sich bei der Interessengemeinschaft der afghanischen Schülerinnen und Studierenden – IGASUS und sieht in der Bildung den besten Weg für Integration. Durch ihr Engagement will Amin Vorurteilen gegen die afghanische Community in Österreich entgegenwirken. „Wir wollen die Relevanz von Bildung in den Vordergrund stellen“ sagt sie.

Noreen Mughal

Die 19-jährige Maturantin hat indisch-pakistanische Wurzeln und ist in Österreich geboren. Mit vierzehn begann sie sich politisch aktiv zu engagieren vor allem im Bereich Anti-Rassismus und Aufklärungsarbeit. Sie ist eine der „50 Köpfe von Morgen“, eine jugendliche Gruppe, die die Welt und die Gesellschaft durch ihre kreativen Ideen inspirieren und verändern will. Noreen hat durch ihr Engagement zum politischen Diskurs in Vorarlberg über Rassismus beigetragen. Für „Black Lives Matter“ hat sie die erste Kundgebung in Bregenz veranstaltet, an der rund 1000 Personen teilgenommen haben. „Ich will Menschen Mut und Stärke machen, für sich selbst aufzustehen“ sagt sie.

Delna Antia-Tatić  

ist Chefredakteurin von „das biber“, dem jungen Magazin für neue Österreicher*innen, und verfolgt dort den Ansatz des Community-Journalismus: Insider-Stories von Migrant*innen für Migrant*innen, nicht über sie. Persönlich, politisch, mit scharf. Die gebürtige Deutsche lebt seit 2008 in Wien, war zuvor in der Unternehmensberatung tätig und hat „Philosophie“ als auch „European Studies“ studiert. Als Kind einer Protestantin aus dem Ruhrgebiet und eines Parsis aus Bombay, sowie verheiratet mit einem serbisch-orthodoxen Österreicher, beschäftigen Antia-Tatić die Themen der Identität und Heimat nicht nur beruflich, sondern auch privat.