Raus aus der Sackgasse:

Investitionsrecht neu denken

Zeit und Ort


Mittwoch, 25. November 2026, 18:00 – 20:00 Uhr
Festsaal der Diplomatischen Akademie Wien, Favoritenstraße 15a, 1040 Wien

Sprache: Deutsch, mit Verdolmetschung des englischen Inputs von Robert Davies. Eintritt frei!

Wir bitten um Anmeldung hier. 

Programm

Keynotes

Robert Davies

ehemaliger Handels- und Industrieminister der Republik Südafrika

Lukas Schaugg

International Institute for Sustainable Development

Podiumsdiskussion mit

Ursula Kriebaum

Universität Wien

Stefan Mayr

Wirtschaftsuniversität Wien

Lukas Stifter

Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus

Moderation: Julia Wegerer

Arbeiterkammer Wien
 

Team


Kuratiert von

Julia Wegerer, Arbeiterkammer Wien
Angela Pfister, ÖGB
Theresa Kofler, Plattform Anders Handeln
Michael Fanizadeh, VIDC Global Dialogue 

Kooperationen

Solarpark bei Selebi-Phikwe im Osten Botswanas. Eigentümer und Entwickler ist der norwegische Energiekonzern Scatec; die Botswana Power Corporation (BPC) bezieht den Strom über einen 25-jährigen Stromabnahmevertrag (PPA). © Shutterstock/Bashi Kikia

Solarpark bei Selebi-Phikwe im Osten Botswanas. Eigentümer und Entwickler ist der norwegische Energiekonzern Scatec; die Botswana Power Corporation (BPC) bezieht den Strom über einen 25-jährigen Stromabnahmevertrag. © Shutterstock/Bashi Kikia

Keynotes von Robert Davies, ehemaliger Handels- und Industrieminister Südafrikas und Lukas Schaugg vom International Institute for Sustainable Development.

Mittwoch, 25. November 2026, 18:00 – 20:00 Uhr
Festsaal der Diplomatischen Akademie Wien, Favoritenstraße 15a, 1040 Wien

Sprache: Deutsch, mit Verdolmetschung des englischen Inputs von Robert Davies. Eintritt frei!

Wir bitten um Anmeldung hier. 

Eine gemeinsame Veranstaltung von Arbeiterkammer Wien, ÖGB, Anders Handeln und VIDC.

Hintergrund

Die EU-Übergewinnsteuer, eingeführt in Zeiten explodierender Energiepreise, ist ein Beispiel. Die Schließung des Erdgasfelds im niederländischen Groningen wegen Sicherheitsrisiken ist ein zweites. Beide Maßnahmen sind demokratisch zustande gekommen – werden aber von Konzernen, die ihre Gewinnerwartungen geschmälert sehen, bekämpft. Das tun sie nicht vor ordentlichen Gerichten, sondern vor privaten Schiedsgerichten. Die Konzerne verlangen Schadenersatz in Millionenhöhe.
Um derartige Investor-Staats-Schiedsverfahren (ISDS) geht es in unserer Abendveranstaltung „Raus aus der Sackgasse: Investitionsrecht neu denken“. Es besteht Einigkeit darüber, dass Reformbedarf herrscht. Bestehende Abkommen sind veraltet und teils unionrechtswidrig, lassen aber weiterhin Klagen zu, die Energiewende oder Klimaschutz blockieren. Bei der Suche nach Lösungen stecken die Entscheidungsträger*innen auf europäischer und österreichischer Ebene in einer Sackgasse.
Wie kommen wir aus dieser Sackgasse heraus? Wie kann das demokratische Regulierungsrecht von Staaten sichergestellt werden und wie können gleichzeitig Investitionen gefördert werden, die nachhaltige Entwicklung vorantreiben?
Hochkarätige internationale Gäste teilen ihre Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Globalen Süden, von denen wir lernen können. Im Anschluss diskutieren renommierte Expert*innen über die Frage, wie wir das internationale Investitionsrecht zukunftsfit gestalten können.

Keynotes

Rob Davies

war von 2009 bis 2019 Minister für Handel und Industrie in Südafrika. Er verantwortete die Entscheidung, bilaterale Investitionsschutzabkommen auslaufen zu lassen und ein nationales Investitionsgesetz einzuführen. Davies ist ein starker Befürworter von Alternativen zum herrschenden Investor-Staat-Streitbeilegungssystem (ISDS).

Lukas Schaugg

ist Policy Advisor im Programm Economic Law and Policy des International Institute for Sustainable Development (IISD). Seine Arbeit befasst sich mit der Reform des internationalen Investitionsrechts. Er berät unter anderem Regierungen von Entwicklungsländern und regionale Organisationen zu Investitionsschutzabkommen, nationalen Investitionsgesetzen, Investitionsverträgen und Investor-Staat-Schiedsverfahren (ISDS).

Podium

Ursula Kriebaum

ist Professorin für Völkerrecht am Institut für Europarecht, Internationales Recht und Rechtsvergleichung an der Universität Wien, wo sie unter anderem zu internationalem Investitionsrecht forscht und lehrt.

Stefan Mayr

ist Universitätsdozent für Europarecht und Völkerrecht und stellvertretender Vorstand des Instituts für Recht und Governance an der WU Wien. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen das internationale Handels- und Investitionsrecht, die Reform der Investor-Staat-Streitbeilegung und Rechtsfragen der wirtschaftlichen Sicherheit.

Lukas Stifter

ist Referent im österreichischen Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus mit Schwerpunkt auf internationaler Handels- und Investitionspolitik. Er vertritt Österreich bei Verhandlungen über Investitionsschutzabkommen sowie in einschlägigen internationalen Gremien zur Handels- und Investitionspolitik.

Moderation: Julia Wegerer

ist in der Abteilung EU und Internationales der Arbeiterkammer Wien tätig.

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