VIDC & WIDE Workshop: SRGR in der Entwicklungszusammenarbeit – Von Tabus zu Handlungsspielräumen

Good Practice aus Ländern Afrikas

Zeit und Ort

Donnerstag,22. Oktober 2026, 13:00 - 17:00 Uhr
FLEXraum im Wohnprojekt Wien, Krakauer Str. 19 (UG), 1020 Wien
Veranstaltungssprache: Deutsch
Begrentze Anzahl an Teilnehmenden

Anmeldung bitte unter diesem Link bis 12. Oktober 2026

Programm

Einführung

Nadja Schuster (VIDC Global Dialogue)
Janine Wurzer (WIDE)
Evdokiia (Dunia) Romanova (WIDE)

Inputs zu Good Practice Beispielen

Cornelia Issahaque (BRAVEAURORA)
Jennifer Pitter-López (Licht für die Welt)
Zsuzsanna Réka Fodor (Jugend Eine Welt)

Weltcafé: Good Practice Beispiele

Präsentationen Erfolgsfaktoren 

Feedback-Runde

Arbeitsgruppe Sexuelle und Reproduktive Gesundheit und Rechte (AG SRGR)

Die ADA-geförderte, feministische AG SRGR setzt sich aus Expert*innen/Akteur*innen von Beratungseinrichtungen zu Frauengesundheit und SRGR in Österreich und der Internationalen Zusammenarbeit (Entwicklungszusammenarbeit und Humanitäre Hilfe) zusammen. Sie umfasst 60 Mitglieder und dient dem Wissensaustausch, der Vernetzung und der Anwaltschaft.
Das Gender-Referat der Austrian Development Agency (ADA), das Wiener Programm für Frauengesundheit, Frauengesundheitszentrum FEM Süd, die Österreichische Gesellschaft für Familienplanung (ÖGF), THE RAIN WORKERS, CARE Österreich, das feministische Netzwerk Women in Development Europe (WIDE) und Pro choice sind beispielsweise Teil der Arbeitsgruppe. Einzelpersonen sind auch willkommen. Koordiniert wird die AG von Nadja Schuster, VIDC Global Dialogue.

Team

Konzeption

Birgit Mayerhofer, trans:verse
Nadja Schuster, VIDC Global Dialogue
Janine Wurzer (WIDE)
Evdokiia (Dunia) Romanova (WIDE)

Veranstaltungsmanagement

Irène Hochauer-Kpoda

Öffentlichkeitsarbeit

Manuela Tomić, VIDC Global Dialogue

Kooperation

© Maheder Haileselassie Tadese/Getty Images/Images of Empowerment, Jimma, Äthiopien; Veranstaltung „Bildung für Gesundheit und Wohlbefinden“ der Family Guidance Association of Ethiopia (FGAE), die über ein Netzwerk von 46 Kliniken verfügt und einen jugendzentrierten Ansatz verfolgt.

Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) sind Menschenrechte. Sie haben eine Schüsselfunktion für nachhaltige Entwicklung. Doch in der Praxis bleiben sie oft ein Randthema.
Wie können SRGR  in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe  – auch in einem widerständigen oder tabubehafteten Umfeld – verankert werden?
Der Workshop führt zunächst in Grundlagen und Zusammenhänge von SRGR, Geschlechtergerechtigkeit und Entwicklung ein. Anhand von Good Practice Beispielen aus Ghana, Äthiopien, Uganda und Mosambik werden Herausforderungen und Lösungsansätze für die praktische Umsetzung diskutiert. Expert*innen berichten, wie tabuisierte Themen wie Menstruationshygiene, sexuelle Bildung und Gewaltprävention in die Projektarbeit integriert werden können – etwa durch Girls Clubs und Safe Spaces, niedrigschwellige Werkzeuge wie Kartens-Sets, Geschlechternormen als SRGR-Thema, bis hin zur Integration von SRGR in die berufliche Bildung junger Frauen und Männer im Kontext von Konflikt und humanitärer Krise.
Zielsetzung des Workshops ist es, von Good Practice Beispielen aus diversen Ländern Afrikas zu lernen. Die Teilnehmenden erhalten neue Ideen, wie einzelne SRGR-Themen aufgegriffen und auch in einem widerständigen Umfeld „entry points“ geschaffen werden können.  Im Austausch werden Maßnahmen und Strategien für die strukturelle Verankerung von SRGR diskutiert. Der Workshop richtet sich an Fachkräfte und Projektmitarbeiterinnen, die in der Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe tätig sind sowie an SRGR-Interessierte.

Expertinnen

Cornelia Issahaque

ist Vorstandsmitglied bei BRAVEAURORA. Die Organisation setzt in Ghana Girls Clubs um, in denen Mädchen und junge Frauen ungestört und selbstbestimmt über ihre Körper und ihre Bedürfnisse sprechen können. 

Jennifer Pitter-López

ist Senior Expertin für Gender und Klima bei Licht für die Welt und setzt sich für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte für Menschen mit Behindertung ein.

Zsuzsanna Réka Fodor

leitet für Jugend Eine Welt ein Projekt das SRGR als Querschnittsaspekt integriert und damit geschlechtergerechten Zugang zu Berufsbildung und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region Tigray in Äthiopien fördert.


Einführung

Nadja Schuster

ist Expertin für Gender und Sexuelle und Reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) beim Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC) und koordiniert eine bundesweite, feministische Arbeitsgruppe zu SRGR.

Janine Wurzer

ist seit 2016 Ko-Koordinatorin von WIDE, entwicklungspolitisches Netzwerk für Frauenrechte und feministische Perspektiven. Sie war in mehreren entwicklungspolitischen Organisationen tätig, insbesondere in den Bereichen Empowerment und psychosoziale Gesundheit & Wohlbefinden von Frauen und Mädchen.

Evdokiia Romanova (Dunia)

ist Ko-Koordinatorin von WIDE. Ihr Fokus liegt auf globaler sozialer Gerechtigkeit und Menschenrechten, insbesondere sexuelle und reproduktive Rechte sowie feministische Diaspora-Communities.


Moderation

Birgit Mayerhofer

ist Consultant bei trans:verse OG und unterstützt Organisationen in der internationalen Arbeit dabei, Geschlechtergerechtigkeit und SRGR in Projektplanung und -umsetzung zu verankern.

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