Seit 60 Jahren begleitet die Zeitschrift „Literatur und Kritik“ literarische und gesellschaftliche Debatten. Die neue Ausgabe rückt Texte Schwarzer Autor*innen in den Mittelpunkt und versammelt Perspektiven zu Herkunft und Heimat, Migration, Erinnerung und Zugehörigkeit. Chefredakteurin Birgit Müller-Wieland präsentiert das neue Heft. Laurène Southe, Nora Osagiobare und Ada Diagne lesen aus ihren Beiträgen und sprechen über die Geschichten und Erfahrungen dahinter.
Eine Kooperation mit Stadt Wien-Büchereien und der Fachbuchhandlung AFRIEUROTEXT.
Sprache: Deutsch, Eintritt frei!
Anmeldung unter: Büchereien Wien

Hintergrund
Wie findet und behauptet man einen eigenen Ort, eine eigene Sprache und eine eigene Geschichte, wenn Zugehörigkeit immer wieder infrage gestellt wird? Die neue Ausgabe von „Literatur und Kritik“ mit dem Schwerpunkt „SCHWARZE STIMMEN“ beschäftigt sich mit Herkunft und Heimat, Migration und Rassismus, Körper, Erinnerung, Wut und Schmerz – aber ebenso mit Widerstand, Selbstermächtigung, Liebe und Formen von Zugehörigkeit.
Nora Osagiobare schreibt eine andere europäische Fluchterzählung, Melanelle Beryl Hémêfa verwandelt körperlichen und über Generationen weitergegebenen Schmerz in Sprache, Raphaëlle Red denkt mit James Baldwin über Liebe, Solidarität und politisches Handeln nach. Weitere Texte zum Thema stammen von Laurène Southe, Ada Diagne, Precious Chiebonam Nnebedum, Taha Nasr, Anna Chiedza Spörri und Mirrianne Mahn.
Mitwirkende
Nora Osagiobare
1992 in Zürich geboren. Mit ihrem Debütroman „Daily Soap“ war sie Stipendiatin der Autor:innenwerkstatt Prosa am Literarischen Colloquium Berlin und erhielt einen Werkbeitrag des Kantons Zürich sowie den Schweizer Literaturpreis 2025. Für ihre Kurzgeschichte Daughter Issues wurde sie 2025 im Rahmen der 49. Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt mit dem KELAG-Preis ausgezeichnet. Sie ist Co-Präsidentin des Deutschschweizer PEN-Zentrums und lebt in Zürich.
Ada Diagne
1992 in Wien geboren, ist Schriftstellerin und Juristin. In ihren Texten bearbeitet sie die Themen Afrikanische Geschichte, Feminismus und Gleichberechtigung. Ihr erster Roman „BAOBAB“ erschien 2025 im Leykam Verlag. Sie lebt und arbeitet in Wien.
Laurène Southe
ist eine 26-jährige Schriftstellerin mit kongolesischen Wurzeln, die in Wien lebt. Am 27.Februar 2025 erschien ihr erster Gedichtband „Child of Congo“. Ihre Texte wurden unter anderem bei „Brittle Papier“, „The Shallow Tales Review“ sowie in der „African Migration Report Poetry Anthology“ veröffentlicht. Derzeit arbeitet sie an ihre Chapbook „BFFACOC“ und ist Mitbegründerin der ersten Anthologie zeitgenössischer kongolesischer Lyrik.
Moderation: Birgit Müller-Wieland
1962 in Oberösterreich geboren, Studium der Germanistik und Psychologie in Salzburg, Promotion über Peter Weiss. Autorin von Lyrik, Prosa, Essays und Libretti. 1996–2007 Berlin, seither München. „Flugschnee“: Longlist Deutscher Buchpreis 2017. Seit 2025 Chefredakteurin von „Literatur und Kritik“. BKA-Projektstipendium 2025/26.



