Zur Zukunft afghanischer Frauen

AKIS Konferenz in Kooperation mit dem VIDC

 

Der afghanische Kulturverein AKIS ruft zur Unterstützung afghanischer Frauen auf.

Frauen und Kinder sind bei Kriegen und Konflikten besonders betroffen, wir sehen das gerade jetzt im Krieg in der Ukraine. Hundertausende von Frauen und Kinder mussten flüchten und in den europäischen Nachbarstaaten Hilfe finden. Sie haben unsere Anteilnahme und Solidarität.

Weltweit ist die Hälfte der geflüchteten Menschen Frauen und Mädchen. Die meisten leben in den Grenzregionen ihrer Heimatländer oder als Binnenflüchtlinge. Viele von ihnen sind minderjährig. Gerade Frauen werden in Kriegs- und Konfliktländern oftmals zu Opfern physischer, sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt. Dazu gehören (Genital-) Verstümmelungen, Vergewaltigungen, Witwenverbrennungen, Zwangsheirat und häusliche Gewalt. Eine geschlechtsspezifische Verfolgung liegt auch vor, wenn Frauen grundlegende Rechte wie der Zugang zu Bildung verwehrt werden und der Grund für ihre Verfolgung durch die Geschlechtszugehörigkeit bestimmt ist. So sehen sich Frauen in vielen Staaten Gewalt und Diskriminierung ausgesetzt. Oftmals haben sie keinerlei Möglichkeit, für ihre Rechte einzutreten oder werden, falls sie es doch tun, dafür bestraft.

"Seit die Taliban Afghanistan im August 2021 erobert haben, ist die Lebenssituation von Frauen besonders eingeschränkt", so der afghanische Kulturverein AKIS: "Es gibt einen Mangel an Informationen, einen fehlenden Zugang zu Bildung ab der 7. Schulstufe und zu medizinischen Einrichtungen, dazu kommt die humanitäre Katastrophe im Land, die Frauen besonders hart trifft. AKIS möchte daher diese Gelegenheit nutzen und zur Unterstützung afghanischer Frauen aufrufen. Wir möchten unsere Solidarität mit allen afghanischen Frauen und an all den leidenden Müttern in Afghanistan bekunden. Mit dieser Konferenz geben wir den afghanischen Frauen eine Plattform, damit sie über ihre Probleme sprechen und selbst Lösungen erarbeiten können. Auch Expertinnen und Teilnehmerinnen aus dem Ausland werden eingeladen, damit wir am Ende des Tages eine starke Stimme haben, die die ganze Welt hören kann. Zum Abschluss der Konferenz laden wir zudem zu einem Musikprogramm mit einer afghanischen Sängerin ein."

Die Konferenz findet in Kooperation mit dem VIDC statt und wir von der AK Wien, der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt.