„Afghanistans starke Frauen“

Ein Jahr Widerstand gegen die Taliban-Herrschaft

Teit und Ort

Montag, dem 3. Oktober 2022, 17:00 Uhr
Dachfoyer im Parlament in der Hofburg (Eingang am Josefsplatz)

Bitte melden Sie sich auf der Website des Parlaments an. (Eine verbindliche Anmeldung ist unbedingt erforderlich.)

Programm

Hier finden Sie das detailierte Programm mit genauen Wegweisern und Anmeldeinformationen.

Begrüßung

Doris Bures, Zweite Präsidentin des Nationalrates

Einleitende Worte

Sybille Straubinger, Direktorin, Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation
Laura Kropiunigg, Executive Director, Women without Borders

Grußbotschaft

Maniza Bakhtari, Botschafterin der Islamischen Republik Afghanistan in Österreich

Videobotschaft

Der Preis des Protests: Junge Frauen mobilisieren für eine Zukunft ohne Gewalt

Keynotes

Zur Situation von Frauen und Mädchen
Suraya Pakzad, Direktorin, Voice of Women Organisation, Afghanistan (lebt dzt. in Deutschland)

Zu Hause in zwei Welten
Masomah Regl, Gründerin des afghanischen Vereins Fivestones, Graz

Der junge Widerstand gegen die alten-neuen Machtstrukturen
Husna Jalal, Frauenrechtsaktivistin, Afghanistan (lebt dzt. in den Niederlanden)

Moderation

Edit Schlaffer, Vorsitzende, Women without Borders
Michael Fanizadeh, VIDC

Im Anschluss an die Veranstaltung wird zu einem Empfang und gemeinsamen Austausch gebeten.

Die Veranstaltung findet in Präsenz statt und wird zudem live übertragen. Hier gelangen Sie zum Livestream.

Kuratiert von

Ali Ahmad, Donau-Universität Krems/VIDC und Michael Fanizadeh, VIDC Global Dialogue

Kooperationen

Kabul, August 2022, © Aadil Ahmad

Die Zweite Präsidentin des Nationalrates, Doris Bures, lädt mit dem VIDC und Women without Borders zu einem Abend anlässlich des Jahrestags der Machtübernahme durch die Taliban ein. 

Seit die Taliban Afghanistan im August 2021 erobert haben und die De-Facto-Regierung bilden, ist die Lebenssituation insbesondere von Frauen und Mädchen im Land besonders prekär. Sie werden zunehmend aus dem öffentlichen Leben in den Privatraum gedrängt und immer strengeren Regeln unterworfen. Afghanische Frauen kämpfen deshalb für ihre Menschenrechte, wie das Recht auf Bildung, Bewegungsfreiheit und ihre wirtschaftliche Sicherheit. Der Machtumbruch durch die Taliban betrifft afghanische Frauen im Land genauso wie jene, die sich und ihre Familien ins Exil in Sicherheit gebracht haben.

Die jungen Kämpferinnen, die sich heute in Afghanistan und im Exil für Recht und Gerechtigkeit, für Demokratie und Freiheit einsetzen, sind die Töchter jener Generation von Frauen, die während der ersten Taliban-Ära Schulen, Bildung und Gesundheit unter Einsatz ihres Lebens aufrecht erhalten haben. Mit dem Mut der Verzweiflung erheben diese Frauen ihre Stimmen.

In Zusammenarbeit mit Women without Borders und dem Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation lädt die Zweite Präsidentin des Nationalrates deshalb herzlich ein, beispielhafte Geschichten dieser mutigen Kämpferinnen für Demokratie, Gleichberechtigung und Schutz der Frauen zu hören.

Bitte melden Sie sich auf der Website des Parlaments an. (Eine verbindliche Anmeldung ist unbedingt erforderlich)

Vortragende

Suraya Pakzad

ist eine afghanische Frauenrechtsaktivistin. Im Jahr 1998 gründete sie die Organisation Voice of Women (VWO), die zunächst Mädchen das Lesen beibrachte und heute Frauen Unterkunft, Beratung und Berufsausbildung bietet. Die Organisation arbeitete wegen der Taliban bis 2001 im Geheimen. Darüber hinaus betreibt VWO Frauenhäuser für von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen – derzeit im Untergrund. Pakzad wurde nach Deutschland evakuiert.

Husna Jalal

ist eine Frauenrechtsaktivistin und Begründerin des Young Afghan Women's Movement in Afghanistan. Sie hat sich intensiv für bürgerliche und politische Rechte eingesetzt, insbesondere für die Förderung der politischen Rechte afghanischer Frauen. Husna Jalal ist Mitbegründerin der Zeitung Freedom Message Newspaper und Vorstandsmitglied des Afghan Women Empowerment and Capacity Building Center (AWECBS). Sie wurde 2018 beim fünften World Women Leadership Congress & Award in Indien mit dem "Women Super Achiever"-Preis ausgezeichnet. Nach dem Fall von Kabul im August 2021 musste sie ins Exil gehen.

Masomah Regl

Als gebürtige Afghanin, die in Österreich sozialisiert und ausgebildet wurde, gründete Masomah Regl 2018 den Verein „Fivestones“ mit der Idee, ihrem vielfältigen ehrenamtlichen Engagement im Integrationsbereich einen offiziellen Rahmen zu verleihen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Arbeitsmarktintegration von Afghan*innen in Österreich. Der Name „Fivestones“ bezieht sich dabei u.a. auf ein besonderes Geschick erforderndes Spiel, das vor allem bei afghanischen Kindern beliebt ist.