Voices Uprising

Mittwoch, 6. März 2024, 18:50, Burgkino, Opernring 19, 1010 Vienna

Zeit und Ort

Mittwoch, 6. März 2024, 18:50 
Burgkino, Opernring 19, 1010 Vienna

Filmsprachen: Englisch, Yoruba, Pidgin Englisch, Deutsch
Untertiteln: Englisch, Deutsch

Diskussion: Deutsch / Englisch

Diskussion "Die Auswirkungen des ‚Profilings‘ von Schwarzen Menschen weltweit"

 

Joana Adusewa Reiterer

Filmemacherin

Patrick Bongola

Menschenrechtsaktivist und Musiker

Oliver Scheiber

Richter

Simon Inou

Moderator und Journalist

Einführung

Franz Schmidjell, VIDC

© Joana Adesuwa Reiterer

© Joana Adesuwa Reiterer

Mit Dreadlocks, Tattoos, „baggy“ Jeans und allem, was nicht der Norm entspricht, werden junge Afrikaner*innen nicht nur in Europa, sondern auch auf ihrem eigenen Kontinent diskriminiert. Es kommt zu brutalen Zusammenstößen mit der Polizei.

Im Jahr 2020, während der COVID-Pandemie, kam es in Nigeria zu einem der größten Massenproteste des 21. Jahrhunderts, nachdem ein junger Mann von der berüchtigten Polizeieinheit SARS (Special-Anti-Robbery-Squad) erschossen wurde. In Nigeria und weltweit, auch in Österreich, fanden Massenproteste statt. Doch was verbirgt sich hinter der Geschichte von SARS und Nigerias größtem Protest?

Die Filmemacherin Joana Adesuwa Reiterer lädt zu einer Reise durch die leidvolle Kolonialgeschichte und die gewalttätige Gegenwart Nigerias ein. All den Repressionen zum Trotz, kämpfen die Aktivist*innen von #endSARS für ein besseres Leben, für soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde.


Podiumsdiskussion: „Die Auswirkungen des ‚Profilings‘ von Schwarzen Menschen weltweit“

Moderiert von Simon Inou, Journalist und Herausgeber des Black Austrian Lifestyle Magazins Fresh, wird die Filmemacherin Joana Adesuwa Reiterer mit dem Menschenrechtsaktivisten und Musiker Patrick Bongola und dem österreichische Richter Oliver Scheiber über das Thema "racial profiling" und dessen Folgen diskutieren. 

Aussagen von Protagonist*innen des Films

DJ Switch, Künstlerin und Aktivistin: „Ich habe die Brutalität von SARS (Anm: Special-Anti-Robbery-Squad) miterlebt. Ich kann Ihnen Geschichten darüber erzählen. Das ist unser Leben; wir werden getötet. Ich habe mich dem Protest angeschlossen. Ich sah Menschen, Fremde, die diese wahre nigerianische Identität zeigten. Verschiedene Religionen und verschiedene Stämme, die sich an den Händen halten, zusammenstehen, zusammen singen und sich gegenseitig beschützen. Ich war froh, dort zu sein, bis die Regierung nicht mehr damit umgehen konnte.“

Obianuju Iloanya, politische und soziale Aktivistin: „Sie müssen den wirtschaftlichen Aspekt von all dem verstehen. Gerechtigkeit in Nigeria ist etwas für die Reichen, wenn man es sich leisten kann.“

Olaf Bernau, Soziologe und Aktivist: „Was die afrikanische Elite tut, liegt oft auch im Interesse der europäischen Elite.“ Wir müssen kritisch über diese Zusammenarbeit sprechen. Europa muss endlich aufgeben und vieles stoppen. Das allein würde schon sehr helfen.“