Welchen Beitrag kann die Afrika-Strategie für "das Recht nicht gehen zu müssen“ leisten?
Donnerstag, 7. Mai 2026, 18:00 - 20:00 Uhr
Diplomatische Akademie Wien, Favoritenstraße 15a, 1040 Wien
Sprache: Englisch
Veranstalter*innen: Arbeiterkammer Wien, Österreichischer Gewerkschaftsbund (ÖGB) und Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC)
Anmeldungen an: fanizadeh@vidc.org
Hintergrund
Vor dem Hintergrund der angekündigten österreichischen Afrika-Strategie 2026–2029 diskutieren unsere Podiumsgäste, welchen Beitrag Akteur*innen aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Diaspora, Sozialpartnerschaft und Zivilgesellschaft leisten können. Ein zentraler Fokus der Strategie liegt auf der konkreten Realisierung der gesetzten Ziele. Dazu zählen vor allem gezielte Initiativen zur Ausweitung des Handelsvolumens zwischen Österreich und afrikanischen Partnerländern sowie die Stärkung lokaler Wertschöpfungsketten und die Sicherstellung hoher Arbeits- und Sozialstandards. Dabei steht im Fokus, ob die Strategie tatsächlich menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen schafft, faire Außenwirtschaftsbeziehungen ermöglicht und nachhaltige Beiträge zur Stärkung der lokalen Wirtschaft leistet. Angesichts der Tatsache, dass neben Kriegen, Konflikten und der Klimakrise auch prekäre wirtschaftliche Rahmenbedingungen und ungerechte Handelsstrukturen erzwungene Migration begünstigen, knüpft unsere Veranstaltung an frühere Podiumsdiskussionen der AK Wien, des ÖGB und das VIDC an, in denen "das Recht nicht gehen zu müssen“ im Vordergrund stand.
Keynote
Stefan Scholz
ist Leiter der Abteilung für Sub-Sahara Afrika und die Afrikanische Union im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA). Er war u.a. Botschafter für Iran, Nigeria, Ständiger Vertreter bei der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft sowie Abteilungsleiter für geografische Planungsangelegenheiten der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.
Podium
Akhator Joel Odigie
ist Generalsekretär der African Regional Organisation of the International Trade Union Confederation (ITUC-Africa), die über 18 Millionen Arbeitnehmer*innen in afrikanischen Ländern vertritt. ITUC-Africa ist eine panafrikanische Gewerkschaftsorganisation mit Sitz in Lomé, Togo. Akhator Joel Odigie erwarb seinen Bachelorabschluss in Public Administration an der Ambrose Alli University in Nigeria sowie einen Masterabschluss in Labour Policy and Globalisation an der Berlin School of Economics and Law.
Michelle Amoakoh
ist Expertin für Diaspora Finance und strategisches Diaspora Engagement. Sie berät Institutionen und Wirtschaft dazu, wie Diaspora-Ressourcen, darunter Kapital, Netzwerke und Expertise, politisch und wirtschaftlich anschlussfähig mobilisiert werden können. Ihren Ansatz prägt ihre Tätigkeit im Angel Investing: In der Rolle als Investment Analystin mobilisierte und vermittelte sie Diaspora-Investitionen für Startups in Subsahara-Afrika. Mit Hintergrund im Consulting, Corporate Strategy und Venture Building leitet sie heute die Ventures Unit bei AiDiA, einer wirtschaftsfördernden Diaspora-Organisation im DACH-Raum. Dort entwickelt sie Kooperationsmodelle an der Schnittstelle von Diaspora, privatem Kapital und institutionellen Partnern. Ihr Studium der internationalen Wirtschaft absolvierte sie an der Vrije Universiteit Amsterdam.
Ruth Mirembe
ist Doktorandin am Institut für Österreichisches und Internationales Steuerrecht an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU). Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in Forschung und Lehre am WU Transfer Pricing Center. Sie verfügt über vielfältige Erfahrung in der steuerlichen und rechtlichen Beratung von Unternehmen sowie in der Streitbeilegung in Uganda. Ruth ist als Rechtsanwältin an den Gerichten Ugandas zugelassen und Mitglied der International Fiscal Association (IFA). Sie besitzt einen LL.M. im Steuerrecht von der London School of Economics and Political Science (UK) sowie einen LL.B. von der Makerere University (Uganda).
Werner Raza
ist wissenschaftlicher Leiter der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE) in Wien. Er ist Ökonom mit den Schwerpunkten Internationaler Handel, wirtschaftliche Entwicklung und Industriepolitik. Seine regionale Expertise erstreckt sich auf das nördliche & östliche Afrika, sowie Südamerika.
Moderation: Miriam Mona Mukalazi
ist promovierte Politikwissenschaftlerin und betreut den Programmbereich Afrika am Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation (VIDC).





