Syrian Women Leading the Change

Zeit und Ort

Donnerstag, 6. Oktober 2022
19:00 – 21:00 Uhr
Karl-Renner-Institute
Karl-Popper-Straße 8, 1100 Wien

Sprache: Englisch/Arabisch mit Simultandolmetschung

Anmeldung an: seewald@remove-this.vidc.org

Programm


Sabiha Khalil

Syrian Women’s Network und Komela Jin, Syrien/Deutschland

Ruham Hawash

IMPACT Civil Society Research & Development, Syrien/Deutschland

Oula Ramadan

Badael, Syrien/Deutschland

Nivin Alhotary

Frauenrechtsaktivistin, Syrien


Moderation:

Jelnar Ahmad

IMPACT Civil Society Research & Development, Syrien/Deutschland


Begrüßung:

Magda Seewald

VIDC Global Dialogue

 

Im Anschluss laden wir zu einem Getränk und informellen Austausch ein.


Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Netzwerkkonferenz "Syrian Women in Europe Building the Future" statt.

Kuratorinnen


Samar Al Bradan, Souriat - Syrian Women for Justice and Peace

Magda Seewald, VIDC Global Dialogue

Kooperation


Seit 2015 hat sich in Europa eine starke syrische Zivilgesellschaft entwickelt. Es ist an der Zeit, diese Bemühungen zu bündeln und einen kohärenteren syrischen Frauen Aktivismus in Europa aufzubauen, um syrische Frauen in die Lage zu versetzen, sich wirksam am Aufbau der Zukunft Syriens zu beteiligen.

In den letzten Jahren sind zahlreiche von syrischen Frauen geführte Organisationen in Europa entstanden. Diese Entwicklung bietet eine wichtige Chance, auf die aufgebaut werden kann. Die Referentinnen der Podiumsdiskussion werden persönliche Erfahrungen austauschen und die aktuellen Bemühungen syrischen Frauen in Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft in Europa, Syrien und den Nachbarländern skizzieren.

Hintergrund

Trotz aller Versuche, syrischen Frauen systematisch zu marginalisieren und auszugrenzen, spielen sie nach wie vor eine wesentliche Rolle bei der Lösung des Konflikts und der Gestaltung der Zukunft ihres Landes. Viele ihrer Anliegen sind heute untrennbar mit den großen Problemen Syriens verbunden.
Syrische Frauen haben eine schwere Last zu tragen. Inmitten eines bewaffneten Konflikts, systematischer Unterdrückung, einer globalen Pandemie und einer massiven Wirtschaftskrise wurden und werden sie vielfach Opfer von Menschenrechtsverletzungen und unterschiedlicher Formen von Gewalt, einschließlich sexueller Gewalt.
Auf ihrem Weg sich aus der politischen Diktatur zu befreien, hat die syrische Gesellschaft ihre patriarchalen Strukturen noch nicht überwunden. Syrische Frauen tragen die Opfer, die Lasten und die Verantwortung ihres Landes mit, sind aber immer noch von vielen Entscheidungsprozessen ausgeschlossen. Die Gleichstellung der Geschlechter und ein nachhaltiger Frieden können aber ohne die aktive Beteiligung der syrischen Frauen auf allen Ebenen nicht gewährleistet werden.

Diese Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Konferenz "Syrian Women in Europe Building the Future"statt, die vom 6. bis 7. Oktober 2022 in Wien abgehalten wird.
 

Podium

Sabiha Khalil

ist eine feministische Anwältin und politische Aktivistin. Sie ist Gründungsmitglied der ersten syrisch-kurdischen überparteilichen Frauenorganisation "Komela Jin" und des Syrian Women’s Network. Sie ist außerdem Gründungsmitglied des Syrian Women Political Movement und Mitglied des Generalsekretariats und Vorsitzende des Organisationsausschusses.

Ruham Hawash

ist Mitbegründerin und stellvertretende Direktorin von IMPACT - Civil Society Research & Development. Hawash studierte Wirtschaftswissenschaften und hat einen MA in Frieden und Sicherheit. Sie nahm am friedlichen Aufstand in Syrien teil und ist seit 2011 in der Zivilgesellschaft und in gewaltfreien Basisbewegungen aktiv. Hawash lebt heute in Deutschland und hat als Rednerin an mehreren Kongressen zu Syrien teilgenommen. Sie ist außerdem Vorstandsmitglied des Verbands Deutsch-Syrischer Hilfsvereine (VDSH).

Oula Ramadan

ist die Gründerin und Leiterin von Badael und verfügt über 14 Jahre Erfahrung in den Bereichen Menschenrechte, Friedensförderung sowie sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt. Bevor sie Badael gründete, arbeitete sie in Syrien für UNHCR, zur Bekämpfung von sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt in Flüchtlingsgemeinschaften aus der MENA. Sie ist Mitverfasserin mehrerer Forschungsarbeiten mit den Schwerpunkten Zivilgesellschaft, Frieden und Frauenaktivismus.

Nivin Alhotary (via Zoom aus Syrien)

ist Frauenrechtsaktivistin aus Ost-Ghouta, einem Gebiet in der Nähe von Damaskus. Heute lebt sie als Vertriebene nördlich von Aleppo. Die studierte Betriebswirting ist Vorstandsvorsitzende der Women Empowerment and Support Unit.

Jelnar Ahmad

ist derzeit als Research and Monitoring & Evaluation Manager bei IMPACT - Civil Society Research and Development tätig. Sie koordiniert Forschungsprojekte wie z.B. Mapping of Syrian Civil Society Actors, Gender Dynamics within Syrian Civil Society und Root Causes of Violent Extremism in Northeast Syria, um nur einige zu nennen.

Magda Seewald

ist Politikwissenschaftlerin und Abteilungsleiterin des Bereichs Globaler Dialog am VIDC. Ihr Schwerpunkt liegt auf der arabischen Region. Als Gender-Beraterin arbeitet sie an der Umsetzung der Agenda Frauen, Frieden und Sicherheit.