Montag, 8. Juni 2026, 18:30 - 20:30 Uhr
Social Impact Hub, Lindengasse 56, 1070 Wien
Sprache: Englisch, Eintritt frei!
Anmeldungen an: mukalazi@vidc.org
Eine Veranstaltung vom Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien und dem Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation.
Hintergrund
Zurzeit baut die ugandische Regierung mit internationalen Ölkonzernen wie Total Energies mit Hochdruck an über 400 Ölbrunnen und der längsten beheizten Ölpipeline der Welt, der East African Crude Oil Pipeline (EACOP). Als Motor für wirtschaftliche Entwicklung beworben, sorgte das fossile Großprojekt jedoch bereits für zahlreiche unzulässige Landenteignungen und die Zerstörung der Lebensgrundlagen vieler Anwohner*innen, Repressionen gegen Kritiker*innen, Zerstörung sensibler Ökosysteme und massive soziale, ökonomische und psychische Langzeitfolgen für lokale Gemeinschaften. Gleichzeitig regt sich seit Jahren ziviler Widerstand gegen die East African Crude Oil Pipeline , von den betroffenen Gemeinden vor Ort bis zu internationalen aktivistischen Netzwerken.
Gemeinsam mit Menschenrechtsaktivist*innen möchten wir diskutieren, welche Folgen unternehmerische Interessen europäischer Konzerne auf Mensch, Umwelt und Klima in Uganda haben, welche Strategien sie in Zeiten von wachsender Autokratie und shrinking civil spaces entwickelt haben, die Notwendigkeit von transnationaler Solidarität, und welche Rolle Österreich spielen kann.
Podium
Janepher Baitwamasa
ist Menschenrechtsverteidigerin und Programmkoordinatorin der Organisation Navigators of Development Association (NAVODA) in Hoima.
Christopher Opio
ist Aktivist und Mitglied der transnationalen StopEACOP Coalition. Er lebt im Resettlement Camp Kyakaboga im Hoima District, und ist dort bei der Oil Refinery Residents Association (ORRA) sowie der Jugend CBO NatureTalk Africa (NaTa) aktiv.
Nicholas Omonuk
ist Klimaaktivist und Gründer von End Fossil Occupy Uganda. Er ist Mitglied bei diversen jungen Netzwerken wie Agape Earth Coalition, Fridays for Future, United for Climate Justice.
Fatim Selina Diaby
ist freie Autor*in, Poet*in und in der politischen Bildung. Als Teil mehrerer Kollektive organisiert und engagiert Fatim sich an der Schnittstelle von Gesundheit, Klima und racial Gerechtigkeit.
Moderation: Iris Neuberg
ist Stage Poetin und schafft Räume für kontroverse, aber konstruktive Dialoge – besonders zu (Anti-Schwarzem) Rassismus, intersektionalem Feminismus und sozialer Gerechtigkeit.

