Hintergrund

Memories Across Diaspora Spaces wurde organisiert um Literatur, Wissen, Performance und Community zusammenzubringen. Die Kooperation zwischen VIDC, Buchhandlung bibliobox, der Abteilung für Transkulturelle Studien der Universität der angewandten Künste Wien und Zwischen den Zeilen schafft Räume, in denen marginalisierte Erinnerungen, Erzählungen und Stimmen Sichtbarkeit und Gehör finden. Dabei wird dem Potenzial nachgegangen, Erinnerung als Mittel des Widerstands, der Sichtbarmachung und der Selbstermächtigung erfahrbar zu machen.
Verwendete Texte
- Dinosaurierkind von Maryam Aras, erschienen 2025 bei Claassen
- Issa von Mirrianne Mahn, erschienen 2024 im Rowohlt Verlag
Die Veranstaltung eröffnete Zehra Baraçkılıç mit einem Vortrag über ihre Erfahrungen an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft – mit Schwerpunkt auf transgenerationalen Emotionen, embodied sowie collective memory und der kritischen Auseinandersetzung mit Rassismus und Dekolonialismus. Sie betonte die Dringlichkeit, dass marginalisierte Communities und Diaspora-Gemeinschaften diese Themen selbst aufgreifen, leiten und dokumentieren, anstatt dies weiterhin weißen Institutionen zu überlassen, die Deutungshoheit über Erinnerung zu besitzen.
Lesung mit Maryam Aras & Iris Neuberg in der Buchhandlung bibliobox

Maryam Aras ist Literaturwissenschaftlerin, Kritikerin und freie Autorin. Wissenschaftlich beschäftigt sie sich vor allem mit Postkolonialität und Rezeptionsmustern von marginalisierten Autor*innen im deutschsprachigen Feuilleton. Maryam ist Jurymitglied verschiedener Literaturpreise, 2023 und 2024 u. a. für den Preis der Leipziger Buchmesse. Ihr literarischer Langessay „Dinosaurierkind“ wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik.
Lesung mit Mirrianne Mahn & Melanie Kandlbauer in der Buchhandlung bibliobox

Mirrianne Mahn ist Autorin, Theatermacherin und Referentin für Diversitätsentwicklung. In ihrer Arbeit verbindet sie künstlerische Praxis mit intersektionalen Perspektiven auf Gesellschaft, Erinnerungskultur und Diskriminierung. Ihr Debütroman Issa erschien 2024 im Rowohlt Verlag und wurde für mehrere Preise nominiert.







